Eine Geschichte der Stadt Köln

Eine Geschichte der Stadt Köln

Der Podcast über die Geschichte der 2.000 Jahre alten Stadt Köln

Ein Demokrat im Exil: Mario Kramp über Carl Schurz in Paris 1850 #schnipsel

Ein Demokrat im Exil: Mario Kramp über Carl Schurz in Paris 1850 #schnipsel

Das Leben des Demokraten Carl Schurz scheint auf den ersten Blick gut erzählt: seine Jugend im Rheinland – in Liblar, Köln und Bonn –, sein Engagement in der Revolution von 1848/49 und schließlich seine politische Karriere in den USA ab 1852 bis hin zum Amt des US-Innenministers. Doch ein entscheidendes Kapitel bleibt bislang weitgehend unbeachtet: Schurz’ Exiljahre von 1849 bis 1852.

Nach der Niederlage der Revolution wird Schurz in Köln steckbrieflich gesucht, während gegen andere Demokraten vor den Kölner Gerichten Prozesse geführt werden. Die Stadt wird zu einem der Ausgangspunkte von Verfolgung und Flucht. Schurz selbst entzieht sich der preußischen Polizei und gelangt nach Paris – als politischer Flüchtling, ständig bedroht von Ausweisung. Gerade hier aber, fern von Köln und doch eng mit ihr verbunden, stellen sich die Weichen für sein weiteres Leben.

Paris und London werden um 1850 zu Knotenpunkten eines europäischen Netzwerks der Opposition. Heinrich Heine, Karl Marx, Gottfried Kinkel und viele andere Exilanten stehen in Verbindung zueinander – und zu den Ereignissen im Rheinland.

3. Kölner Podcast-Tag: Geschichten rund um die Aachener Straße

Was haben eine römische Heerstraße, frisch gezapftes Kölsch, True Crime, Karneval, Rockmusik und große Kölner Geschichte gemeinsam? Die Aachener Straße – und den 3. Kölner Podcast-Tag.

Wieder einmal haben die kölschen Podcaster eine gemeinsame Folge produziert. Alle sind mit Witz und Leidenschaft dabei. Aufgenommen live und voller Atmosphäre macht dieser Podcast hörbar, warum Köln so ist, wie es ist: vielfältig, widersprüchlich, lebendig.

Neun Podcasts – eine Straße – ein Abend, der Köln erzählt.
Jetzt reinhören und die Aachener Straße mit neuen Ohren entdecken.

#83 Zwischen Schutz und Abhängigkeit – Kölner Juden im 13. Jahrhundert

Eine Urkunde aus Stein, über 750 Jahre alt, steht bis heute im Kölner Dom: das Judenprivileg von 1266.
Was sagt dieses ungewöhnliche Dokument über das Leben der jüdischen Gemeinde im mittelalterlichen Köln – zwischen Schutz, Misstrauen und Machtinteressen?
Ein kurzer Einblick in christlicher Kunst und wie sie Menschen jüdischen Glaubens darstellt, des Jüdischen Viertels in Köln und ein Ausblick ins Spätmittelalter

Willems Lesestube #schnipsel

In dieser Schnipselfolge präsentiere ich euch erstmal drei Buchrezensionen, die neue Publikationen zur Kölner Stadtgeschichte präsentieren.

Erfahrt mehr über einen bedrückenden Bunker unter einer Kalker U-Bahn-Station, einer oft vergessenen Kölner Rheinseite und den schönsten Kathedralen entlang des Rheins. Dabei teile ich persönliche Eindrücke, historische Hintergründe und meine ehrliche Meinung zu den Büchern – immer mit einem Augenzwinkern und dem Wunsch, euch für Kölns Geschichten zu begeistern.

Ich freue mich auf euer Feedback bei diesem neuen Format, was man hin und wieder machen könnte!

#82 Die Verleihung des Stapelrechts und die "Revolution von oben"

Köln im Jahr 1259: Nur ein Jahr nach der Verkündung des Großen Schieds schlägt Erzbischof Konrad von Hochstaden zurück gegen Köln – mit einer „Revolution von oben“. Während er die alte bürgerliche Stadtelite entmachtet, verleiht er Köln ein Privileg, das die Stadt für Jahrhunderte reich machen wird: das Stapelrecht.

#81 Der Große Schied: Kölns Kampf um Freiheit

Im Jahr 1257 wird die Stadt Köln zum Schauplatz eines dramatischen Konflikts zwischen ihrem mächtigen Erzbischof Konrad von Hochstaden und der einflussreichen Kölner Familie Kleingedank. Was als kalkulierter Racheakt beginnt, entwickelt sich bald zu einem stadtweiten Konflikt, der das fragile Machtgleichgewicht zwischen dem Stadtherrn, dem Erzbischof und den Bürgern Kölns auf die Probe stellt.

Der rheinische Marco Polo – die Abenteuer des Arnold von Harff feat. Historia Universalis #Schnipselfolge

Arnold von Harff, ein Ritter um 1500, begibt sich auf eine außergewöhnliche Weltreise: von Köln bis Jerusalem, durch Europa, den Orient und Nordafrika. In dieser Folge erzählt uns Elias vom Podcast "Historia Universalis" Harffs Reise, eine Mischung aus Pilgerfahrt, Abenteuerlust und exotischen Begegnungen. Und vor allem von seinem außergewöhnlichem, detaillierten Reisebericht.

In einer #schnipsel-Folge beleuchten wir hin und wieder historische Hintergründe, verfassen Rezensionen oder führen Interviews. Ganz unabhängig von der Chronologie.

#80 Die Ära der Städte - Der Rheinische Städtebund 1254

Stellt euch eine Zeit vor, in der das Reich führungslos war, der Thron des Heiligen Römischen Reiches vakant war und der Kampf um die Macht bis in den letzten Winkel des Landes spürbar war. Fürsten, Bischöfe und regionale Adlige nutzten den Moment, um ihren Einfluss unrechtmäßig zu vergrößern – doch in diesem Chaos begann eine weitere bisher unerwartete Kraft aufzusteigen: die Städte im Reich. Und im Herzen dieser städtischen Revolution stand das Jahr 1254, als sich Städte entlang des Rheins gegen alle Widrigkeiten zu einem beispiellosen Bündnis zusammenschlossen. Gegen willkürliche Adelige und Bischöfe.

#79 Wie eine Münze Köln ins Chaos stürzte - Der Kleine Schied 1252

Im Jahr 1252 kämpfen die Bürger von Köln erneut gegen ihren Stadtherrn, den Erzbischof. Dieses Mal sogar mit Kriegsschiffen und Trebuchets, die auf die Stadt feuern! Der Grund des Streits? Geld! Aber nicht ein bestimmter Betrag, sondern Geld im Allgemeinen. Die Kölner Währung, der Kölner Pfennig, eine Leitwährung in Nordwesteuropa, ist in Gefahr! Das Ganze endet dann in einem Urteilsspruch: Der Kleine Schied genannt.