Eine Geschichte der Stadt Köln

Eine Geschichte der Stadt Köln

Der Podcast über die Geschichte der 2.000 Jahre alten Stadt Köln

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Wie gelang es den Kölner Bürgern, sich Schritt für Schritt von ihrem Stadtherrn dem Erzbischof zu imanzipieren?

00:00:06: Köln im Jahre twelvehundertfünfundsechzig.

00:00:09: Die größte Stadt ist mittlerweile in Deutschlands.

00:00:11: Handelsäure, Werkstätten der rein voller Schiffe doch über allem der Erzbeschuf, der hier nicht nur als geistliche Hürde sondern auch als Stadthierer vom Kölnen fungiert.

00:00:21: Doch die Bürger, Händler und Patrizia vor allem haben längst ihre eigenen Vorstellungen wie Kölne regiert werden soll.

00:00:27: Seit dreihundert Jahren wächst in dieser Stadt ein Spannungsfeld zwischen geistlicher Macht und bürgerlichem Selbstbewusstsein.

00:00:34: Und ehe wir gleich zur berühmten Schlacht bei Worringen kommen, dem Wendepunkt dieser Entwicklung in ein paar Folgen schauen wie heute zurück.

00:00:43: Wie wurde aus einer erzbischöflichen Metropole langsam eine ja quasi freie Stadt was auch immer das heißen mag?

00:00:52: Der langer Weg zur städtischen Autonomie einer Retrospektive auf das Hochmittelalterliche Köln.

00:00:58: Also, dass wir heute machen haben wir schon lange nicht mehr gemacht.

00:01:03: Wann immer wir eine Poche abgeschlossen hatten in der Vergangenheit diesen Podcast, haben wir gemeinsam nochmal uns auch den gleichen Wissensstand gebracht noch einmal zurückgeschaut vor allem um die längeren Linien der Stadtgeschichte Kölns zu veranschaulichen, die natürlich oft drohen verloren zu gehen wenn eine einzelne Podcastfolge nur ein bestimmtes Event oder eine bestimmte Biografie in einem kurzen Zeitraum abdenkt, wie es gewöhnlich der Fall hier ist.

00:01:29: Erinnert ihr euch noch an die letzte Retrospektive als die letzte Rückschau im Podcast?

00:01:34: Nein?

00:01:35: Gut!

00:01:36: Das ist auch schon lange her zwei Jahre, glaube ich, seitdem wir das gemacht haben.

00:01:41: Damals hatten wir uns das frühmittelalterliche Köln nochmal angeschaut und vor drei Jahren noch das halbe Jahrtausend der römischen Ära Kölns besprochen.

00:01:50: Fast genau dreihundert Jahre erzählte Geschichte sind aber inzwischen wieder vergangen, seit dem Tod von Erzbischof Bruno im Jahr neunhundvonsechzig in diesem Podcast.

00:01:59: In unserer Erzählung waren wir bereits in der letzten Folge im Jahr zwölfhundert und sechzig angedankt also wirklich genau dreihundert Jahre!

00:02:07: Man soll ja feste Feiern wie sie fallen, sehr gerne deutsche Redewendungen und das ist ein gutes Stichwort für gleich noch oder gut zukommen wir noch.

00:02:14: Und da bald der jahrhunderte lange Konflikt um die Herrschaft in einer Stadt zwischen reichen Bürgern und Erzbischof, in einer der größten Ritterschlachten des deutschen Mittelalters enden sollte ist es dringend Zeit kurz nochmals inne zu halten.

00:02:27: Zurückzuschauen!

00:02:28: Und die großen Linien eben nochmal darzustellen.

00:02:31: Ich hoffe also ihr seid dabei.

00:02:33: Der Lange Weg zur städtischen Freiheit oder besser gesagt Der Langer Weg nach Worringen.

00:02:49: Etwas organisatorisches zum Anfang.

00:02:51: Ich war nie gut im Mathe, doch ich weiß dass zwei plus drei fünf sind.

00:02:56: Fünf Jahre ist dieser Podcast nun als ein halbes Jahrzehnt.

00:03:00: das wurde eigentlich schon in Februar dieses Jahres zwölfund sechsundzwanzig aber da war ich noch meiner Elternzeit.

00:03:07: deshalb liebe Leute würde ich das ganze gerne irgendwie ein bisschen feiern.

00:03:12: ich würde mich freuen wenn ihr möchtet Müsst ihr nicht?

00:03:15: Ich würde mich über freuen.

00:03:16: Wenn ihr mir Zuschriften machen würdet, per E-Mail, per Instagram oder wie man mir sonst schreiben kann auf Discord direkt, sei es drum!

00:03:24: Dass alles wir das machen können findet ihr immer in den Shownots, die Links und Emailadressen usw.

00:03:29: und sofort dazu.

00:03:44: Bin gespannt!

00:03:46: Ja, ihr könnt mich fragen was ihr wollt.

00:03:47: Irgendwas zu keiner Stadtgeschichte, was du über mich selber über den Podcast behind the scenes oder sonst hast.

00:03:54: die Fragen sammle ich dann und wenn ich dann irgendwann glaube ich habe genug dann mache ich eine schöne kleine Sonderfolge daraus wo ich darauf antworte.

00:04:02: ihr könnt auch... Ich glaub nicht dass das irgendwie machen wird.

00:04:05: können wir auch ein Sprachnachricht schicken also eine aufgezeichnete Nachricht aber ihr könnt es auch gerne natürlich in Schriftform tun würde mich freuen mehr das machen würde und dann machen wir eine schöne Jubiläumsfolge für eine Geschichte der Stadt Köln.

00:04:19: Es ist schon etwas emotional für mich, fünf lange Jahre.

00:04:23: ich bin ein ganz anderer Willem als vor fünf Jahren.

00:04:27: Das kann ich euch sagen!

00:04:29: Aber damit herzlich willkommen zu einer Geschichte der Stadköln.

00:04:32: mein Name ist Willem und in diesem Podcast fühle ich euch durch die bunt und reiche Geschichte Könner Stadtgeschichte, über zweitausend Jahre ist sie lang und man kann hier das Stadt beim Wachsen quasi zuhören von Römern bis in unsere heutige Zeit.

00:04:44: Köln wie ein Mikrokosmos von europäischer Geschichte.

00:04:48: So, Retrospektive!

00:04:50: Vielleicht erinnert ihr euch an die vergangenen Rückschauung?

00:04:53: Es wäre faul und so simpel einfach nochmal alles aufzuführen was in den Jahren neunundsechzig bis zwölfundsechszig geschah.

00:05:00: Wäre dies der Fall, könnte man einfach die jeweiligen Folgen noch meiner Reihenfolge anhören.

00:05:04: Nein das machen wir jetzt nicht an dieser Stelle bloßes Nachplappern!

00:05:08: Ich habe mir da überlegt mich hier einen thematischen roten Faden zu halten den Aufstieg des Bürgertums in Köln.

00:05:16: Das Claim war vorneweg.

00:05:18: ganze Generation von Historikerinnen und Historikern haben mit dem Begriff Bürgärtum für jene Zeit gehadert.

00:05:25: Nicht immer ist es ganz greifbar Wann, was wie galt ein Bürger zu werden oder zu sein?

00:05:30: Doch ich habe das Thema bisher bestmöglichst umschifft.

00:05:34: Nur für uns.

00:05:35: aber zur Erinnerung – nicht jeder der in Köln wohnt ist im Mittelalter und darüber hinaus ein Bürgerautomatischer statt Kölner.

00:05:44: Was heute allgemein auf alle deutschen Staatsbürger- und EU-Bürger zutrifft, die in Kologne wohnen, das war damals nicht so.

00:05:51: Dieser rechtliche Status einen Bürger zu sein, weil da geknüpft ob man erstens ein Mann war und man genug Geld oder nachweisbaren Grundbesitz besaß.

00:06:01: Männer mit Bürgerrecht waren aber weitem nicht in der Mehrzahl in Köln vertreten.

00:06:05: Fürs späte Mittelalter gibt bei den Kölnen von einer Quote von sechzehn bis dreißig Prozent der männlichen Bevölkerung aus die nur Bürger waren.

00:06:12: Der Rest wars halt nicht.

00:06:14: Die Bürgerschaft als eine einheitliche Gruppe zu sehen ist aber etwas von dem wir nie ausgehen dürfen Denn auch Hier verläuft die Trennlinie innerhalblich klar, wenn wir den Konflikt um städtische Freiheiten und Rechte lediglich auf einen Kampf zwischen Bürgerschaften und Erdbischof zusammenfassen möchten.

00:06:31: Vor allem ab dem dreizehn Jahrhundert machte sich unter den reichsten und einflussreichsten Bürgerinnen der Stadt wie in Oberstolzens die deutliche Tendenz bemerkbar, sich von der übrigen bürgerlichen Stadtgesellschaft abzukapseln – quasi als stetischen Adels zu sehen, wenn auch weiterhin man nicht mit einigen Sonderfällen gar nicht adelig war!

00:06:51: Familien, die wir allgemein Patrizia nennen – in Köln spezifisch eigentlich Geschlechter – machten nochmals unter der Schicht der Kölner Bürger eine weitere Minderheit aus.

00:07:02: Aber eine Minderhalt, die reich war, viele Menschen mobilisieren konnte, die in welcher auch immerweise abhängig oder in Verbindung waren mit ihnen und gut vernetzt waren im Reich, der Kirche sogar den Papst und dem Kaiser sowie im Ausland.

00:07:15: Genau um diese kleine Gruppe dreht sich meist der Konflikt Bürger gegen Erzbischof.

00:07:21: Und genau aus dieser Gruppe, wie auch dem Kreis rund um den Erzbschorf stammt die Mehrheit der überlieferten historischen Quellen.

00:07:28: Ich will nicht zu sehr in den historischen Quellenkritik anwandern – das gehört an die Uni aber es ist trotzdem unerlässlich!

00:07:35: Aber was bedeutet das jetzt für uns?

00:07:37: Köln's Geschichte Wie auch Geschichtsschreibung im Allgemeinen bis weit in unsere Zeit Ist die Geschichte von Eliten Der Herrschenden, der Besitzhabenden und der Sieger.

00:07:47: Das ist kein Wertnis oder politisches Urteil, ich will es nur einfach nochmal vor Augen führen.

00:07:51: Oder besser gesagt im Podcast in euer Ohr verlustern!

00:07:56: Was der allgemeine Handwerker die Markt der Hafenerbeiter oder gar ein Kind von all dem dachte was in Köln in der Zeitspanne der Jahre neunhundertfünfundsechzig bis zwölfundsechszig passierte erfahren wir schlichtweg nicht.

00:08:09: So gerne ich das machen würde ihre Geschichte der in Anführungszeichen normale Menschen lebendig werden zu lassen dass es von dem stand der bisherigen historischen Quellen und deren Überlieferung nicht möglich.

00:08:21: Aber gut, sei es drum, Universitäres Prosinabe endet, gehen wir rein ins Thema eine Rückschau auf das hochmittelalterliche Köln!

00:08:38: Als Bruno als Erzbischof von Kölnen und Herzog von Lotringen im Jahr neunhundertfünfundsechzig starb hatte er dank der engen Verbindung zum Autonischen Kaiserhaus – da war ja der jüngere Bruder vom Kaiserorto dem ersten Für das Körner Erzbistum für die nächsten achthundert Jahre eine enorme Machtbasis hinterlassen.

00:08:57: Erstmals verbannt sich unter Bruno, die geistliche Macht als Erzbeschuf über die Körnerkirchenprovinz mit der weltlichen Macht eines Herzogs von Lotringen.

00:09:07: Nun war diese Entwicklung das Bische für nicht nur Geistliche sondern auch realpolitische Machtausübten – nicht einfach so in einem Tag vom Himmel gefallen und Köln und das Rheinland waren kein Einzelfall.

00:09:18: Bischöfe generell!

00:09:19: waren im Mittelalter zu mächtigen, weltischen Herrschern aufgestiegen.

00:09:23: Warum es keine Trennung von Kirchen und Staat gab im Mittelalter?

00:09:27: Weil's sie in Europa sowieso nie gegeben hatte zuvor!

00:09:30: Im Römischen Reich war das noch krasser.

00:09:33: Dort waren die Priester von Jupiter, Juno, Mars und Minerva sogar Staatsbedienstete gewesen – hier war man sogar als Staat- und Religion noch enger verzahnt gewesen.

00:09:43: Auch das mittelaltliche Reich und die Kirche sahen sich als Einheit wenn auch – aber das ist eine andere Geschichte sich das im Laufe des Hochmittelalters deutlich ändern würde.

00:09:52: Vor allem in der Frage, welcher über dem jeweils anderen Stand ist ein Streitpunkt?

00:09:59: Unsere Verwunderung über diese nicht immer unkomplizierte Symbiose entsteht aus unserer heutigen Welt Sicht.

00:10:05: und eben die Rückschau auf die Vergangenheit.

00:10:08: Der mittelalterliche Kaiser sah sich als weltlicher Herrscher aber auch als Oberster christlicher Kämpfer – die Büsche für Selbsttaten ist Ihnen in gewisser Atomweise gleich!

00:10:19: Wenn ich als Priester meine Gemeinde gut durchs Leben führen möchte, damit diese in den Himmel kommen – und das möchten alle damals – muss ich auch politischen Einfluss haben um das weltlich umzusetzen.

00:10:31: Solch eine Denke steht hinter dem Gedanken, diese geistliche und weltliche Doppelrolle

00:10:36: auszufüllen.".

00:10:37: Der Erzbischof Als weltlicher Stadtherbst der Mitte des zehnten Jahrhundert setzt also ein Grundstein für den weiteren Verlauf der keiner Stadtgeschichte.

00:10:48: der sogar Todesurteile verkünden darf.

00:10:51: Imo blieb das Münz und Zollricht über die Stadt, was zuvor dem Kaiser beziehungsweise im Königszustand genauso wie eben Todes-urteiler zu verkünden.

00:11:00: Das Bürgertum bleibt uns leider anfangs in den historischen Quellen für die nächsten Jahrzehnte noch verborgen – in seinen Ambitionen und Vorstellungen, wie sie die Stadt politisch gestalten möchten.

00:11:10: In wirtschaftlicher Hinsicht erfahren wir natürlich schon frühzeitig viel mehr!

00:11:14: Kölner Fernhändler sind begnadete Geschäftsleute und bereisen die damals erreichbaren Märkte Europas.

00:11:21: Besonders die heutigen Niederlande und Belgien, durch die Autobahn des mittelhaltlichen Deutschlands dem Rhein- und England.

00:11:27: was sie über die Nordsee erreichen können, sind ihre primären Ziele.

00:11:32: Und dirbei möchte ich noch mal eins klarstellen – lange Perioden hinweg!

00:11:37: Trotz allem was ich euch hier im Podcast erzähle scheinen die Kölners Bürger und der Erzbischof gut zusammengearbeitet zu haben.

00:11:46: Es entstand oft nämlich eine Win-Win-Situation, die Kölner Kaufleute bringen Geld in die Stadt.

00:11:52: Der mächtige Reichsfürst im Formels Erzbischof vor Ort in der Stadt fast immer Mitglied des rheinischen Hochals bringt wiederum militärische Schutz für Sprache in anderen Regionen des Reiches bis zum Kaiser bzw.

00:12:04: König selbst und weit ins Ausland.

00:12:07: Der Erzbeschur wird durch Steuernabgaben unterhaltende Kredite der Kölners Bürger bzw.

00:12:12: Fernhändlerreich.

00:12:13: Im Gegenzug können Kölner Kaufleute zu idealen Bedingungen auf zollfrei und sicher ihrer Arbeit in Europa nachgehen oder kriegen lukrative Posten, Rechte- und Privilegien vom Stadtherrn.

00:12:24: Das ist auch lange Phasen der guten Zusammenarbeit gab zeigt die älteste uns bekannte Institution der Stadt in der Kölners Bürger tätig sein konnten dem Schöffenkollegium.

00:12:35: Ursprünglich waren sie Bedienstete aus dem Kreise des Erzbeschurfs sowie reiche Körnerhändler, die für ihren Stadtherren einer Nerven Bruderschaftlich, genossenschaftlich organisierten Gruppe oder besser gesagt Gremium dem Erzbischof bei der Urteilsbildung und bei Gericht behilfig sein sollten.

00:12:51: Das war der Ursprung!

00:12:52: Doch schnell kam im elften Jahrhunderts schon die Entwicklung dahin dass sie per Eid auf den Erzbeschuf eingeschworen als Schöffen kommunale Aufgabenübernahmen für ihn als Stadtherrn.

00:13:04: Eine Stadt wie Köln kann nicht nur von einem einzigen Mann regiert und verwaltet werden.

00:13:08: damals nicht und heute erst recht nicht.

00:13:10: Die Chefen, anfangs nur um die eindutzend Männer sprangen daher gerne den Stadtherren zur Seite.

00:13:17: Das Gremium dieser Chefen darf man aber nicht verwechseln mit dem später noch zu entstehenden Stadtrath.

00:13:25: Wichtig!

00:13:26: Die Entwicklung der kommunalen Institutionen ist nicht immer logisch in Köln und mit heute zu vergleichen was Aufgabenverteilung und Hierarchie- und Gewaltenteilungen angeht.

00:13:35: oft überlappen sich die Kompetenzen einzelner Institution Oder man streitet sich darum, wer jetzt da wirklich das Recht hat.

00:13:43: Die Überschneidungen sind sehr typisch ebenso die fehlende klare Abgrenzung zu den anderen Institutionen.

00:13:49: Ein Beispiel gefällig?

00:13:51: Ein Schöffe war immer automatisch Mitglied in der Riecherzeche Der privaten, bruderschaftlichen organisierten Runde der reichen Bürger.

00:14:00: Doch nicht jedes Mitglieder einer Riechherzzeche war automatisch ein Schöffel sondern konnte auch ein gewöhnlicher reicher Händler sein.

00:14:08: Dann gab es später manche im Stadtrat saßen, Mitglied der Riecherzeche waren aber nicht dem Schöffenkollegem angehörten.

00:14:16: Eigentlich solltet ihr Firmen sein was Riecherzeich und das spätere Stadtrott angeht.

00:14:20: Aber keine Sorge da frische ich unser Wissen gleich auch nochmal auf.

00:14:23: was diese beiden Begriffe angeht Fest steht natürlich auch Das wird dann hier im Podcast gerne breit erklärt dass Bürgerschaft Und Erzbischof bei der Stadherrschaft oder den Ausgestaltung davon auch mal ganz schön sich in Haaren liegen konnten.

00:14:37: Ob es zuvor schon Streit gab?

00:14:39: Sicherlich.

00:14:40: Aber dann wohl nicht so heftig wie das Ereignis, was uns alle in Erinnerung geblieben ist – das, was im Jahr Tausendvierundsiebzig passierte.

00:14:48: Dank des geistlichen Lampard von Hersfeld erfahren wir aus einer Chronik dass sich in diesem Jahr in kurzer Zeit exklusiv diese gute Zusammenarbeit in Köln zwischen Bürgerschaft und Erzbischof ändern konnte!

00:15:01: Die Geschichte ist euch sicher noch wohl bekannt Kurz nach Ostern, hier möchte der Erzbischof Anno II.

00:15:08: den Bischof vom Münster eine angenehme Nachhausefahrt ermöglichen, nachdem er mit dem Körnerkirchen überhaupt und Stadtherrn die Auferstehung von Christus gefeiert hatte.

00:15:17: Ganz und gar im Selbstverständnis.

00:15:19: als oberster wäldlicher Stadter lässt der Könnererzbüschhof ein bereits voll beladenes Handelsschiff eines Könnerfernhändlers beschlagnahmen.

00:15:27: Der Sohn dieses Händlers wehrt sich und ein Aufstand bricht in der Stadt aus, der noch am gleichen Tag Spätestens eine dramatische Wendung nimmt.

00:15:36: Anno

00:15:36: II.,

00:15:37: einer der mächtigsten Männer seiner Zeit, muss im Schutze der Dunkelheit aus dem belagerten alten Kölner Dom durch ein Loch in das Stadtmorp fliehen wie ein verjagter Hund und entgeht wohl auf diese Weise einen gewaltsamen Tod durch den wütenden Stadtmorb.

00:15:53: Die Geschichte ist eine kurze Episode nur.

00:15:55: Trotz der Verjagung des Stadthernen aus Köln schafft es Anno, im Handun drehen, im Kölners Umland einheraufzustellen und damit nach Köln zurückzukehren.

00:16:04: Der scheinbar wohl im Effekt, und nicht großdurchdachte spontane Aufstand hatte nicht die Substanz und wahrscheinlich kaum die Unterstützung der breiten Massen der

00:16:12: Stadtbevölkerung.".

00:16:13: Als eine oder zweite mit seinem Herr vor Kölnen stand, gaben die Aufständischen nämlich Klein Bay.

00:16:18: Die aufständischen Händler flohen aus der Stadt oder wurden – wenn sie in der Stadt verblieben waren – gewaltsam öffentlich ausgepeitscht?

00:16:25: Und der uns mit Namen nicht bekannte Anführer dieses Ausstandes, dieser Händlerssohn wurde sogar geblendet.

00:16:33: Historikerinnen und Historiker haben lange darüber nachgedacht, ob der Aufstand von Tausendvierundsiebzig ein erstes Aufbäum der Bürgerschaft gegen das ärztbischöfische Stadtregiment war.

00:16:43: In der Kölner Popkultur ist es bereits seit Langem dazu so gekommen, dass so zu sehen diesen direkten Faden zu ziehen!

00:16:49: Auch ich höre gerne das Lied vom Black Fist über den Fechars Köbes – Das Lied was den Aufstand besingt und ich wüsste euch gerne hier einblenden aber die Gema würde mich glaube selber blenden und auspeitschlich das tun würde.

00:17:03: Ich würde hier dem Mittelweg wählen, was die Bedeutung dieses Aufstandes angeht.

00:17:07: Der Ausstatt von Taußenfirmhändlern gegen den Erzbischof war ein spontaner Akt des Ummutens über die Tagespolitik.

00:17:16: Aber allein der Umstand dass man sich schon zusammen tat und sich selbst sprichtwürdig das Recht erkämpfen wollte sprich dafür, dass einem Bewusstsein entstanden war als Stadtgemeinde, als Bürgerschaft dass man als eigener politischer Akteur auftreten könnte.

00:17:32: Vor allem denke ich persönlich in Meinung, das sich in Köln gewiss man sich gedacht hat.

00:17:39: Ha!

00:17:40: Wenn wir uns zusammen tun dann sind wir gegenüber dem Stadtheilen im Form des Erzbeschuss mag gar nicht so machtlos und das würde in Zukunft ja auch wirklich öfters bewiesen werden.

00:17:49: Die Lektion war klar gemeinsam konnten die Bürger etwas bewegen.

00:17:53: doch wie würden sie diese Erkenntnis in den kommenden Jahrzehnten nutzen?

00:17:57: Um dreißig Jahre später sehen wir das, dass diese Denke in den Köpfen existierte.

00:18:03: Sicherlich gab es auch noch zwei oder drei oder gar mehr Zeitzeugen von Ereignissen im Jahre tausendvierundsiebzig als dann im Jahr elfhundertsechs man sich wiedergehen stattherum wandte diesmal nicht gewaltsam aber unter Bezugsnahme oder Hilfe einer dritten Partei nämlich die des Kaisers.

00:18:21: Der alte Kaiser Heinrich

00:18:22: IV.,

00:18:23: ja, das ist der Typ, den er nach Konaussa ging und dem Papst angefletert hat, kämpfte gegen sein Sohn.

00:18:30: Er günstigerweise ebenfalls Heinrich hieß und die Ordnungszahl Numero V hatte.

00:18:36: Wie der Konflikt ausgingen wisst ihr aber was für uns wichtig ist dass Wänden an den König beziehungsweise Kaiser als höherer Instanz als Stadtbevölkerung zeigte Wirkung.

00:18:46: Gegen den Wildnis-Erzbeschuss aber durch die Fürsprache des Kaisers konnten die Kölner ihre Stadt erst mal seit der Späne Antike erweitern und neue Flächen mit Mauern umgeben, und sie damit in ihre Stadt integrieren.

00:18:59: Elfhundertsechs waren dies vor allem die Flächen westlich des Neumarktes im Sachter Posteln herum so wie die Hälfte des Holting-Eigelsteins im Norden und das Weidmarktviertel und die hälfte severens Viertel im Süden.

00:19:12: Noch im gleichen Jahrhundert zwischen elf neun siebzig und elf achtzig wiederholte man das Spiel.

00:19:17: Man überging den Stadtern wandte sich an den damaligen Kaiser Barbarossa und erweiterte wieder einmal die Stadt.

00:19:25: Was hierbei aber genau die Akteure innerhalb der Könner Bürgerschaft angeht, wer da genau den Mauerbau fokussierte wie sie heißen diese Leute auch das bleibt uns altesgehend unbekannt.

00:19:38: was wir beobachten können ist aus welchen Gremien sich die Entscheidungen wie zum Beispiel für den Ausbau der Stadtmauern und Grenzen herauskristallisierte Denn im zwölften Jahrhundert hören wir erstmals, die Kölner Bürger in den Quellen sprechen.

00:19:52: Sich in der Geschichte verewigen.

00:19:54: Machen wir doch mal eine kurze Pause und dann direkt weiter und leute.

00:19:57: ich nehme es an einem dieser Hitzetage auf.

00:20:00: Das ist richtig heiß hier!

00:20:01: Ich muss was trinken.

00:20:11: In der ersten Hälfte des zwölften Jahrhunders erfahren wir erstmalig von der so genannten und uns bereits bekannten Riechatzsäche – der Bruderschaft der Reichen.

00:20:20: Diese entstand erstmalig als Schwurgemeinschaft wohl während eines erneuten Konflikts gegen Heinrich V. in Köln.

00:20:27: Kölns stand damit in der generellen Entwicklung von vielen Städten in Europa in jener Zeit, wo sich Schwur-Gemeinschaften bildeten, als Ausdruck des Bürgertums mehr politische Teilhabe vor Ort zu erhalten und zu erkämpfen.

00:20:39: Im Schöpfenkulium saßen zwar reiche Könner Bürger – aber letztendlich war das Schöpenkulikum immer noch ein Herrschaftsinstrument des Könner Erzbischofs mit auf ihn vereidigten Mitgliedern!

00:20:50: Die Richterzeche war aber eine, ja wie bereits erwähnt, private Organisation.

00:20:55: Die sich aber wie eine Regierungsbehörde aufspielte – de facto aber natürlich keine wahr!

00:21:00: Das ging natürlich erst mal als ob die Richerzeche sich bildete als Konkurrenz für das ältere Chefenkollegium, aber dem war ganz und gar nicht der Fall.

00:21:09: Jeder Schöffe wurde nämlich automatisch Mitglied der Richterzieche dieser Bruderschaft erreichen Aber auch nicht Schöffen Mitglieder, keiner Fählhändler und andere Beamte des Erzbischofs konnten hiermitglied werden.

00:21:21: So hielt die halblegale riecherzeiche Klug da sie außerhalb das Einflussbereich des Erztbischochs als Stadterstand Die Wagschale in dem es nicht nur alle Schöffen bei sich aufnahm sondern auch festsetzt ist eine von beiden Vorsitzenden immer aus der Mitte der Schäfen zu kommen habe.

00:21:39: Diese beiden jährlich wechseln Vorsitzenden der Riechertzeche haben den aus heutiger Sicht missverständlichen Titel des Bürgermeisters.

00:21:47: Diese beiden Bürgemeister sind aber wie gesagt nur die Bürgereister der Riererzeche und nicht das Stadtköln, die uns dem Stadtrath beispielsweise weiß.

00:21:56: Verwirrend ich weiß machen wir einfach weiter!

00:21:59: Hier zwischen Riecherzeche- und Schöpfenkolliament steht das eingangs erwähnte komplicierte Geflicht von überlappenden Nebenher und konkurrierenden Institutionen, die auch irgendwie miteinander korporieren.

00:22:10: Im Laufe des zwölften Jahrhunderts erlangt die Riecherzeche viele kommunale Aufgaben Privilegien, die sie teilweise vom Erzbischof direkt als Zugeständnis für andersweitige Unterstützung für den Stadtteil der Hälte, in dem Sie im Erzbeschiff Kredite geben oder sowas sicher belegt ist ab der Mitte des Zwölftenjahrhundertes das erste Stadtsiegel der Stadt Köln im sogenannten Haus der Reichen am Altermarkt aufbewahrt wurde.

00:22:35: Auch das Chefenkolligum tagte hier, im einen ist doch eh jedes ihrer Mitglieder auch Mitgliedener Brudischof der Reichen.

00:22:41: Der Riechertsäche kann man noch gleich als Riecherzäche direkt bei den Tagen.

00:22:47: Im Jahr elfhundert neunundvierzig erfahren wir ebenfalls dass die Riechatseche nun auch entscheidet welcher Beruf einem Zunftzwang unterliegt.

00:22:55: soll heißen wer beispielsweise Schneider werden will muss der Schneiders Zunft angehören und sich den dortigen regularien Vorgaben unterwerfen.

00:23:03: ist man da kein Mitglied dann darf man den Beruf des Schneides auch nicht ausüben.

00:23:07: Das ist so ziemlich das Gegenteil von Berufsfreiheit, aber halt typisch fürs Mittelalter und der frühen

00:23:12: Neuzeit.".

00:23:14: In den gewöhnlichen Menschen in Köln spielte sich das Leben ab auf einer ganz anderen Ebene ab.

00:23:19: Der alltägliche Fixpunkt ist die Nachbarschaft, in der man wohnt mit ihren Fahrgrenzen.

00:23:24: Religiöses Leben war in jener Zeit viel präsenter als selbst in den neunzehnten Fünfzigerjahren, wo die meiherter Bundesdeutsch noch zum Sonntagsgottesdienst ging!

00:23:33: Es gab viel mehr religiöse Feiertage, besonders im heidigen Köln als heutzutage.

00:23:38: Und nicht nur eine Fastenzeit für Ostern, sondern vielmehr und längere Fastenzeiten an anderen Stellen im Jahr.

00:23:44: Religiöses Leben spielte sich nicht nur sonntags in der Kirche ab, sondern ganz allgemein im Alltag der Menschen.

00:23:51: Prozessionen liefend durch die Straßen bei Zusammenkünften jeglicher Art wurde gebetet und auch viele staatliche Aufgaben wie das Taufregister quasi des damalige Einwohner-Melderamt übernahm die örtliche Pfarrkirche.

00:24:03: Pfarr-Kirche ist aber auch ein gutes Stichwort, die eben beschriebene lokale Nachbarschaft entsprache in Köln meist dem des eigenen Fahrsprängels.

00:24:11: und ja das macht ja auch irgendwie Sinn denn wenn man ständig bei religiösen Festen und Gottesdiensten dabei ist als Gemeinde sind es auch die Menschen dort mit denen man am meisten zu tun hat.

00:24:21: viele Kölnerinnen und Kölners in der Zeit verstehen sich da nicht als primäre Einwohner Kölns sondern als Einwohner von Sankt Columbar oder Sankte Albern Also dementsprechend im Fahrbezirk, in dem man wohnte und lebte.

00:24:33: So ein richtiges Fehlensgefühl hatten die damals.

00:24:36: Und so wundert es doch dann auch nicht das genau auf dieser lokalen Ebene der Fahrbezerke Die untersten politischen Ebenen der Einwohner Köln zu entstehen.

00:24:46: Die sogenannten Sondergemeinden Wichtig hierbei diese Sondergemeinde orientieren sich zwar weitestgehend an den bestehenden Fahrgrenzen sind aber nicht Teil der Kirche muss es schon einige Zeit vor der Richterzeche und so gegeben haben.

00:25:03: Wahrscheinlich war's ihre Struktur, die die Bruderschaft erreichen auf städtischer Ebene inspirierte sie nachzuahmen.

00:25:09: Denn auch hier innerhalb der Sondergemeinden wählte ein Gremion zwei jährlich wechselnde Bürgermeister Auch hier wieder gesagt das sind die Bürgemeister der jeweiligen Sonder Gemeinde Und nicht die Bürгermeister der Stadt Köln als Gesamt ist.

00:25:24: In den Sonder gemeinden wurde das Nachbarschaffliche Leben meist geregelt.

00:25:28: Kleine Konflikte wie Nachbarschaftsstreitigkeiten wurden hier geregelt, aber auch ganz wichtig die Verteidigung der Stadt als Ganzes war in den jeweiligen Sondergemeinden organisiert.

00:25:37: Bei einem Angriff auf die Stadt leutete man die Glocke im sogenannten Geburhaus dem Nachbarschaushaus der Sondagemeinde.

00:25:44: Wenn das Signal durch die Nachbarschaff gegeben wurde mussten alle Männer sich umgehen bewaffnen und gerüstet beim Geburhaus einbefinden.

00:25:52: Dort vollzählig versammelt ging es gemeinsam zur Stadtmauer Und jede Sondergemeinde hatte einen eigenen Mauerabschnitt, den es zu verteidigen hatte.

00:26:02: Die Sondergemeinden füllten also eine wichtige Verwaltungslücke auf lokaler Ebene.

00:26:06: Denn das Hochgericht des Erzbischofs wo auch die Chefmitwirken tagte nur ein paar Mal im Jahr und entschied nur über höchste Verbrechen für die auch die Todestrahe verhängt werden konnte.

00:26:17: Alles zweite darunter wie deine Hecke ist so groß oder sonst.

00:26:20: was regelten andere Gerichte wie eben jene in den Sondergemeinden?

00:26:25: Was die Sondergemeinden noch so besonders machte, ihre Schreinskarten.

00:26:29: Hat es dat dann?

00:26:31: Schon im zwölften Jahrhundert hielten die Einwohner in ihren Sondergemeinden jeweils viel ihrer Geschäfte fest – vor allem den Verkauf und Erwerb von Immobilien.

00:26:40: So haben wir ein Glücksfall für die Geschichtsforschung, nämlich erhaltener Liegenschaftsregister quasi!

00:26:47: Zwar unvollständig da es kein Zwang gab hier seine Rechtsgeschäfte einzutragen, in diesen Schreinsparten oder Schreinstüchern Aber immerhin etwas, besser als nix.

00:26:57: Also halten wir noch mal fest!

00:26:58: Wir haben einerseits auf gesamtstellischer Ebene das Chefenkolligium eins gestanden als erzbischöfliches Herrschaftsinstrument bei Gericht und zur Unterstützung von Verwaltungsaufgaben für den Erzbeschof.

00:27:10: dann die Riecherzeche Die Bruderschaft der Reichen Als ursprüngliche Schwurgemeinschaft reicher Bürger docken sie sowohl bei den reichen Kaufleuten als auch am Chefen-Kolligum selbst an Beginn immer mehr wie eine städtische Behörde aufzutreten, die überhaupt nur pfengig vom Erzbischofisten glauben sich immer mehr kommunale Kompetenzen an sich.

00:27:30: Auf lokaler Ebene in Köln existieren hingegen die Sondergemeinden, die sich meist an den alten und lang etablierten Fahrgrenzen orientieren.

00:27:38: In einer Art nachbarschaftlichen Selbstverwaltung werden hier die Dinge des Alltags geregelt und besprochen – und ja alle drei Institutionen, die ich hier genannt habe haben gemeinsam das sie durch Gremien Vorsitzende und feste Regeln intern, bestmöglich organisiert sind.

00:28:02: Das Ende des zwölften Jahrhunderts – und der weitere Verlauf des dreizehn Jahrhundertes ist für die Erzbischöfe von Köln eine zwiespätige Entwicklung!

00:28:09: Man könnte schon fast sagen es ist eine ironische Entwicklung, denn auf Reisebene war's eine Zeit in der die Kölner Erzbeschilfe und ihre jeweiligen Inhaber haben richtig viel Macht angeholft.

00:28:22: Ende des Zwölften Jahrhunderts hatte der Kölener Erzbuscho Philipp von Heinzberg Mehrere Kriege gingen in zweitem mächtigsten Herrscher des Reiches gefochten und dann auch am Ende gewonnen, nämlich Heinrich der Löwe.

00:28:32: Habt ihr bestimmt schon mal gehört?

00:28:34: Im Jahr elfundachtzig war Heinrich Der Löwe besiegt um Kaiser Barbarossa teilte dessen wirklich großen Besitzungen unter seinen Vaseilen auf.

00:28:43: Der Kölner Erzbischof ging als einer dieser Sieger hervor.

00:28:46: Er erhielt das Herzogton Westfalen doch juste in diesem Moment war seine Residenz statt gegen ihn vorgegangen denn ohne seiner Erlaubnis bauten die Kölner damals an der größten, mittelalligen Stadtmau Europas.

00:28:59: Kaiser Barbarossa gab zwar dem Kölners Erzbischof das Senis erwünschte Westfalen gleichzeitig gestand aber den Kölnern Bürgern zu dass sie den Ausbau ihrer Stadt rechtmäßig durchgeführt hätten und über Trug ihnen dauerhaftes Recht über diese Befestigung zu verfügen.

00:29:16: Das letztere ist eine deutliche Niederlage für ein Erzbeschroff der dies bis dahin hat sein Recht angesehen hatte.

00:29:22: also wirklich auf der einen Seite macht so wachs Aber in seinem eigenen Herrschaftsgebiet dieser Rückschlag.

00:29:29: Auch hier nutzten die Kölner Bürger im Streben nach mehr Autonomie den Kaiser als dritte Partei, als übergeordnete Partei um an das zu kommen was sie wollten was der Erzbischof ihnen aber verwehrte zuvor.

00:29:40: Um zwölfhundert herum ... Gottes Willen!

00:29:45: Entspann sich dann der Deutsche Drohnstreit.

00:29:49: Ich glaube das Verb ist nicht richtig konjugiert.

00:29:51: ich schiebs auf die Hitze in diesem Raum Und dennoch trotz der Hitze kriege ich gerade wieder so einen kalten Schauer, wenn ich den Begriff höre.

00:29:57: Deutsche Thron-Schleit!

00:29:59: Geht's euch genauso?

00:29:59: Na ja machen wir es doch ganz kurz.

00:30:02: anders als die damals viereinhalb Podcastfolgen zum Thema Im Streit um die Nachfolge an der Reißspitze zwischen den Dynastien da bisher herrschen und Staufer und den Delfen ist Köln eine äußerst windige und aktive Akteurin.

00:30:16: Je nach politischer Wetterlage schlägt man sich jetzt bürgisch auf die Seiten der jeweiligen Konfliktparteien Die des eigenen Stadtherren das Babses, der Wäfen der Staufung gar des englischen Königs um sich an jeder Stelle irgendwie Privilegien, Rechte und Vorteile zu gönnen.

00:30:31: Zwischenzeitlich gibt es sogar einen zweiten Kölner Erzbischof neben dem bisher am Tierenen-Erzbeschof sehr verwirrend überspringen wir das aber als Zusammenfassung was für uns wichtig ist als Ergebnis dieses Konflikts.

00:30:44: Am Ende stutzt Friedrich II Ja, spätere Kaiser Friedrich II.

00:30:49: zwar einiges etwas hier zurück an städtischen Freiheiten das aber Köln nun eine Stadt sei die Rangleich und auf Augenhöhe mit Kaiser Papst und Erzbischofen auch englischen König eigene Urkunden ausstellen und eine eigene vom Stadtjahren unabhängige Außenpolitik betreiben darf ist eine Entwicklung die von nun an nicht mehr rückgängig zu machen ist.

00:31:09: wenn man im direkten Treueverhältnis mit Papst oder vor allem den König Braucht man dann wirklich noch den Erzbischof als Stadthelm auf der Zwischenlebende bis zur Reichspitze?

00:31:19: Ein Gedanke, der im dreizehn Jahrhundert immer mehr ein Fahrtauf nehmen wird.

00:31:24: In jener Zeit taucht ab zwölfundfünfzehn ein weiteres politisches Krimine-Stadt auf eines das es bis heute noch gibt – dem Könner Stadtrat!

00:31:33: Damit wird das bisherige Ensemble aus Sondergemeinden auf lokaler Ebene riecht sich und Schärfenkolligem auch auf gesamtstädter Ebene.

00:31:41: Das wird jetzt noch komplizierter... Der Stadtrat wird aber noch im gleichen Jahr, zwölfhundfünfzehn vom neuen mächtigen Erzbischof Engelbert im Zweiten Vom Berg wieder eingestampft um verboten.

00:31:54: Also erst Engelbetter zweit dem Berg und in Köln ist er Engelbette erste – nicht zu verwechseln!

00:32:00: Erst unter seinem oft-in der Geschichtsforschung als Schwach bezeichnet Nachfolger Heinrich von Müllen a.k.

00:32:06: zwölfeundfünfundzwanzig bietet sich der Stadtrat wieder neu und wie gesagt seitdem gibt es ihn durchgehend.

00:32:12: Der frühere Rat der Stadt Köln ist für mich irgendwie wie ein Minenfeld.

00:32:16: So oft habe ich versucht, dazu Informationen zu erhalten was das denn jetzt genau ist aber ich hab immer noch das Gefühl dass mein Wissen nicht ganz ausreicht.

00:32:24: Meiner persönlichen Ansicht nach so wie ihr es verstehe stößt der junge Rat in eine Lücke die es gibt die Akteure den Sondergemeinden mit denen an der bürgerischen Spitze der Stadt zu verknüpfen.

00:32:37: Wie beispielsweise mit der Riecherzeche.

00:32:40: Also auch hier ist der Stadtrat nicht gegründet worden, etwas zu ersetzen sondern bestehende Machtkonstellationen zur Verbindung.

00:32:49: Die Mitglieder des jungen Stadtrats setzen sich im dreizehnjahrhundert noch aus Abgesandten aus den Sondergemeins zusammen aber schnell wird es ja auch hier zeigen.

00:32:57: die reichsten Bürger der Stadt werden bald hier Tonanggebend sein.

00:33:02: Als roten Faden für diese Folge hatten wir ja den Aufstieg des Bürgertums uns vorgenommen.

00:33:08: In der Mitte des dreizehn Jahrhunderts ist das ein wahres Hin und Her.

00:33:11: Der neue Erzbischof kondert von Hochstaunfall hat den Kölnern das Stapelrecht, damit macht er die Stadt auf Jahrhunderte noch reicher als sie eh schon ist.

00:33:20: Denn – von nun an müssen alle durchreisenden Händler drei Tage lang in Köln verweilen, einen Zwangstopp einlegen und allen Kölners einen Vorkaufsricht in dieser Zeit einräumen auf ihre Waren.

00:33:31: Mit der Lage am Rhein ein unvorstellbarer Handelsvorteil für die größte Stadt des Mittelalterchen Deutschlands.

00:33:38: Andererseits sind die Konflikte, die es zwölf vor zweiundfünfzig und zwölfe von siebenfünftig zwischen Stadt- und Stadthern gibt, kein Zuckerschlicken.

00:33:46: Mit Fäden besser gesagt Kriegen und Überfällen streitet man sich insbesondere um Rechtsfragen, um die Prägung von Kölnermünzen usw.

00:33:54: Beide Male zwölftzehnfünfzig und zwelfiziemfünfzwilch vermittelt der anerkannte Dominikanermönch und gelehrte Albertus Magnus zwischen den Streitparteien einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters, auf den Kölnwald.

00:34:08: In beiden Schieds sprüchen agieren beide Seiten Erzbischof und Bürgerschaft auf Augenhöhe.

00:34:14: Beide Male halten die Schiedsprüche jedoch nicht, der Streit bricht erneut aus.

00:34:18: Durch ein geschicktes Manöver nutzt der Erzbeschuf Konrad von Hochstaden die Unzufriedheit der Kölner Handwerker für sich aus, auf weitere Konflikte innerhalb der Stadt im Vierzehnjahrhundert.

00:34:37: Mit dieser Revolution von oben zu, in Neunfünfzig entmachtet der Körner Erzbischof die bisherigen patriezischen Schöffen ließ ihre führenden Köpfe verhaften und zwangen sie ins Exil.

00:34:48: Scheint nun als er jeder Erfolg den die Körener Bürgerschaft seit Tausendvierundseubti erreicht hatte diese Geschichte, die wir so gerne erzählen vom dauerhaften Kampf der Kölner Bürgerschaft gegen einen Erzbeschiff und auch einer stetigen Erfolgswelle das ist hier wirklich mit einem großen Dämpfer versehen und scheinbar mit einem Schlag wie weggefickt.

00:35:09: Doch Kronrad von Hochstaden stürbt zwei Jahre nach seinem Coup, zwölf-und-ein-sechzig, und sein Nachfolger Engelbett vom Falkenburg – bei dem sind wir ja derzeit dran – der handelte so ungeschickt und offenfeindselig dass er auch die zuvor auf seiner Seite stehenden Handwerkszümpfte gegen sich aufbrachte.

00:35:28: im ständigen Strahl mit der Stadt verliert er nach und nach die Kontrolle über die Stadt, hat nicht mal mehr die Gelegenheit überhaupt nicht statt reinzukommen.

00:35:36: Wie genau habt ihr ja in Folgen vor dieser Retrospektive erfahren?

00:35:40: Und ist hoffentlich noch frisch in eurem Kopf!

00:35:44: So, das war jetzt doch viel länger als gedacht... wie viele Minuten sind das?

00:35:48: Ui!

00:35:48: thirty-fünf Minuten schon.

00:35:50: Ja, das will ich.

00:35:52: Na gut, die historische Quellendichte wird nun immer dichter.

00:35:58: gibt es auch immer mehr zu erzählen hier.

00:36:05: Alles was wir heute gehört haben, mündet ja in der Frage wird es Köln schaffen den Erdbischof endgültig loszuwerden?

00:36:13: Die Antwort wird kommen.

00:36:15: in ein paar Podcast-Folgen dauert noch eine Weile aber sie wird kommen und die Antwort wird stattfinden.

00:36:20: wo in Boringen Dass das reiche Bürgertum nicht immer eine gemeinsame Front war werden wir nächste Folge besprechen der nächsten regulären Fall.

00:36:30: Bisher war die Familie der Weisen aus der Müllengasse, Köln's mächtigste Familie.

00:36:34: ihr kennt sie vor allem mit ihrer Macht im Schöffen-Kollegium wo sie ein Drittel aller Sitze stellt.

00:36:39: doch eine neue Patrizierfamilie die Oberstolzen geschickt verbündet mit anderen Familien der Stadt drängen an die Spitze.

00:36:47: Wer wird gewinnen?

00:36:48: Das erfahren wir in der nächsten Folge wenn die Straßen im Süden Kölns zu einem Schlachtfeld werden und natürlich dabei Erzbischof Engelbet von Feikenburg, der wieder einmal hofft, Köln militärisch zu erobern.

00:37:01: Selbst wenn ihr zu diesem Zeitpunkt in einem Gefängnis sitzt.

00:37:06: Vielen Dank dieses Mal an Doris und Leonhard für eure Trinkkeller via PayPal!

00:37:11: Danke auch an meine SteadyMikler die diesen Podcast langfristig unterstützen dazu schöne Gutes erhalten wie ein Lesezeichen jetzt auch neu mit TO-Fanot drauf nicht nur mit Allerthus Magnuss und ich bin gut dabei Meine Mittelalter-Tour ins Deutsches übersetzen für die GPS Voice Map Audio Guide Tour.

00:37:28: Wenn die fertig ist, wird sie im höchsten Tier dann auch verfügbar sein.

00:37:32: Könnt euch ja mal alles gerne anschauen.

00:37:34: Die Links findet ihr wie gesagt in den Schaunots.

00:37:37: Folgende Mitglieder halten dem Podcast langfristig am Leben und ich bin unendlich dankbar!

00:37:41: Dank an Victoria, Katrin, Sabine, MKL, Lyuba, Randolf, Michael, Claudia, Ushiroge, Christian, Marc, Rainer... Moritz, Roland, Hans, Sascha, Lesia, Michael, Markus, Nora, Judith, Ernst, Georg Dominik, Frank Heinrich-Deadlift, Natja Thomas, Thilo Ernst Stephanie, Claudia Axelse, Bille Lukas und Thomas.

00:38:00: Literaturempfehlung habe ich dieses Mal ehrlich gesagt keine weil es ist ja eine Retrospective meiner eigenen Podcastfolgen und in den jeweiligen Podcast folgen.

00:38:07: habt ihr die Literatur erhalten?

00:38:09: deshalb keine.

00:38:12: Geht raus, fasst ein bisschen Gras an während es so heiß ist und bleibt immer im Schatten.

00:38:16: Immer genug trinken und falls ihr das später hört, wo's nicht mehr heiß ist habt einfach einen schönen Tag.

00:38:21: Wir sehen uns bald.

00:38:21: Denkt an die Einsendung für fünf Jahre eine Geschichte der Stadt Köln per E-Mail oder sonst was.

00:38:27: würde mich wirklich sehr freuen eure Nachricht zu erhalten.

00:38:29: Es würde mir wirklich sehr viel bedeuten.

00:38:31: ich sehe immer nur Download Zahlen Und ich weiß nie so wirklich wer dahinter steckt.

00:38:36: also vielen Dank fürs Zuhören.

00:38:38: empfiehlt mich weiter.