Eine Geschichte der Stadt Köln

Eine Geschichte der Stadt Köln

Der Podcast über die Geschichte der 2.000 Jahre alten Stadt Köln

Transkript

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00:00:00: Matthias Oberstolz wusste, dass es vorbei war.

00:00:04: Er würde bald sterben.

00:00:05: in dieser Nacht zum fünftzehnten Oktober zwölfhundert achtundsechzig im nächtigen Schatten des Turms der Örepforte lag er, tödlich verwundet nur schwach beleuchert vom Mondlicht.

00:00:17: Es würde das letzte sein was er sehen würde von Köln im Jahre zwölfe und achten sechzig.

00:00:21: doch Matthias lächelte.

00:00:23: zweiserne Anhänger sahen ihn wie er da auf der Erde lag und sie kam auf ihn zu oben ihn sogar hoch.

00:00:29: Doch er winkte sofort ab, ihr Schwachköpfe wie Gewinn gerade schert euch nicht für mich und kämpft weiter.

00:00:35: Gott lässt Köln heute Ehre zuteil werden.

00:00:38: Darum will ich fröhlich

00:00:39: sterben.".

00:00:40: Und kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, hauchte Matthias Oberstolz seinen letzten Atemzug aus – wohlwissend dass seine Familie heute nach der Geschichte Kölns für immer verändert hat.

00:00:52: Und damit herzlich willkommen zurück zu eine Geschichte der Stadt Köln, ein Podcast über die Geschichte der Städte Kölnen.

00:00:58: Von mir erzählt wird dann als Mikrokosmos europäischer Geschichte hier Kölner Stadt beim Wachsen zuhören von den Röhrenmann bis in unsere heutige Zeit.

00:01:08: Zuerst einmal bevor wir mit das Resken vielen Dank für all eurer Einsendung zur UPD ums Folge sei es über Instagram per E-Mail und In einem Fall ist es sogar so gekommen, wie ich es mir gewünscht habe.

00:01:19: Sogar als Audionachricht hat mich sehr gefreut.

00:01:23: Wann die Jubiläumsfolge kommt das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht denn ich habe noch zwei andere Schnipselfolgen vor mir eine mit einem sechsohneunzigjährigen Zeitzeugen die schon lange auf meiner To-Do Liste liegt geschnitten zu werden und dann hab' ich noch ne andere Schnipselfolge.

00:01:38: was das ist würde ich aber an dieser Stelle auch nicht verraten und dann wird die Jubilläumsfolge nochmal on top kommen.

00:01:45: Es rennt uns ja nicht weg, keine Sorge.

00:01:48: Wir werden darauf zurückkommen und darüber

00:01:51: sprechen.".

00:01:53: So wie dazu!

00:01:54: Weiter mit dem Kontext dieser Folge hier... Denn der Feind lauert nicht nur vor der Stadt, er befindet sich auch mitten in den Reihen zwischen den Menschen dieser Stadt.

00:02:22: Die Schlacht von Worringen ist unter Geschichtsbegeisterten im Rheinland wohl bekannt hatte sie ja auch europäische Ausmaße.

00:02:30: die Schlach die aber zwanzig Jahre vorher stattfand und dem Weg dorthin bereitete, die ist weniger bekannt.

00:02:37: Die Schlacht an der Ulre Pforte, zwölf und achtundsechzig.

00:02:40: Direkt in der heutigen Südstadt gelegen nur fünfzig Meter von meinem damaligen Wohnort als Student entfernt.

00:02:47: Disclaimer ich bin kein Fan von Gewalt auch nicht von Schlachten.

00:02:52: so gesehen.

00:02:52: Ich finde es ob damals oder heute schrecklich wenn sich Menschen gegenseitig Gewalt antun.

00:02:58: Als Historiker muss ich solche Ereignisse aber natürlich in Augenschein nehmen, denn anhand dieser lassen sich neben den Gewaltausbrüchen auch viele andere politische gesellschaftliche und ökonomische Themen erläutern.

00:03:09: Bei der Schlacht an der Örepforte muss ich euch aber vorwahlen – vor allem ist sie historisch durch den Stadtkronisten Gott Fried Hagen überliefert worden!

00:03:18: Hier verschwöhnen besser gesagt historisch belegte Fakten mit legendenhaften Zeug.

00:03:27: Auch die Kölner Geschichtswissenschaft schafft es hierbei nicht immer, beides sauber voneinander zu trennen.

00:03:32: Das ist dieses Schlacht jedoch gab an der Europfortes Unbestritten vor allem weil einige Promis aus Köln und Umgebung aus dieser Zeit am Ende der Ereignisse hier tot auf der Straße liegen werden wie wir ja schon eingangs gehört haben.

00:03:46: besser gesagt also Wie kam es zu dieser Schlacht innerhalb der Stadt im Oktober zwölfund achten sechzig vor dem heutigen Hauptquartier der Roten Funken?

00:03:56: Das erfahren wir jetzt direkt nach dem Intro.

00:04:09: Die politische Lage Anfangsjahres, zwölf und achtundsechzig war eigentlich noch entspannt gewesen.

00:04:15: Der derzeitige Stadtherr Erzbischof Ingebert von Falkenburg war ein gefangener des Grafen von Jülich auf der Burg Niedegen im Hottingkreis Düren.

00:04:24: Damit waren die langen Jahre zuvor der Gewalt gegen Köln vorerst vorbei gewesen wo der Erzbeschutz ständig versucht hatte die Macht in der Stadt wieder zu erlangen.

00:04:34: Dabei hatte er sich der Erzbischof vollkommen verzettelt und sich noch mit den regionalen Herrscher zusätzlich verschärzt.

00:04:40: Die Konsequenz in einer Schlacht bei Zülpig im Oktober twelvehundertsechzig war der Könner-Erzbeschof in Gefangenschaft des Grafen von Jülich geraten, bis April zwölfundein siebzig würde er dort festsitzen.

00:04:54: Doch wer glaubt das der Könners Stadtherrder?

00:04:56: Der Könner Erzbeshof aus dem Spiel war, der erte sich!

00:05:00: Denn Engelbert von Falkenburg verstand es durchaus auch in Gefangenschaft, ein gefährlicher Gegner zu sein.

00:05:07: Das würde die Stadt bald zu spüren bekommen.

00:05:10: Machen wir uns also nochmal der Chronologiebewusst.

00:05:13: Im Oktober twelvehundertsechzig war das Stadthair – Erzbischof Engelberg vom Falkenburg – in Gefängschaft geraten und jetzt im Januar zwölfen achten sechzig begann sich das Ränkespiel zu entfalten, während er immer noch in Haft war.

00:05:26: was dann im Oktober des gleichen Jahres zwölfe ochten sechszig in der Schlacht an der Urubforte mündenwürde?

00:05:32: Es romote in jener Zeit innerhalb der reichsten Schicht der Kölner Burgerschaft gewaltig, denn die Patrizia oder besser gesagt die Geschlechter waren sich nicht ganz eins irgendwie.

00:05:46: Ihr wisst ja das politische System des Stadtköln war kompliziert und aus unserer heutigen Sicht auch nicht immer ganz logisch aufgebaut was die Kompetenzen der Machtverteilung an gegen die Checks um Balances.

00:05:57: Seit Jahrhunderten gab es bereits das Scheffen-Kollegium einen Gremien aus rund zwei Dutzend Männern, die offiziell ein Eid auf den Erzbischof als Stadtherrn abgelegt hatten aber inzwischen weitestgehend emanzipiert und unabhängig von ihm waren als Stadtbeamte.

00:06:13: Eigentlich könnte man das Chefin-Kollegium als oberstes bürgerliches Gremium der Stadt da heransehen in diesem Jahre von zwölf und achtundsechzig – aber nur eigentlich!

00:06:24: Denn im dreizehn Jahrhundert hat er sich ebenfalls eine Gremie gebildet, nämlich der Rat der Stadt Köln.

00:06:31: Dieser war ganz unabhängig vom Erzbischof, hatte aber auch weite Teile des dreizehn Jahrhunderts eher bescheidenere Ausmaße gehabt im Sinne der städtischen Machtbefugnisse.

00:06:41: Im Schöffenkollegum saßen vor allem die alten mächtigen Geschlechte der Stadt –

00:06:45: v.a.,

00:06:46: die Weisen von den Müllengassen mit ihren Parteiegängern, die dort als Familie oder als Klaren besser gesagt besonders viele Mitglieder dort hatten an das Kremium quasi de facto kontrollierten.

00:06:57: Im jungen Stadtrat saßen die aufsteigenden patriezischen Familien, oder die dieses Wünschen aufzusteigen wie die Oberstolzen.

00:07:04: Und jetzt unter ihrer Mitbeteiligung war der junge Könner Stadtrat enorm gewachsen was macht und prästisch anging denn besonders die Mitglieder des Stadtrates hatten sich in den jüngeren Jahren im Kampf gegen Erzbischof hervorgetan.

00:07:18: So kippte langsam die bisherige Vormachtstellung des alten Chefenkollegiums zugunsten des Vergleich Jüngeren Stadtrates und damit auch zugunsten der Oberstolzen weg von den Weisen aus dem Mühlengasse.

00:07:32: Diese Entwicklung, innerhalb der Könner Bürgerschaft liebt dem gefangenen Kölner Erzbischof natürlich nicht verborgen und erschallte sich zu gerne diesen aufkommenden innerstädtischen Konflikt ein und heizte ihn sogar richtig an.

00:07:46: Beide Streitparteien die Weisen von der Mühlingasse sowie die Oberstoltz und deren Verbündete hatten zwar gemeinsam dass sie alle reich und mächtig waren in der Stadt Aber in ihrer Zusammensetzung waren sie schon äußerst unterschiedlich.

00:08:00: Wenn man dem Chronisten jener Zeit Gottfried Hagen glauben kann, gehörten der Partei der Weisen von der Mühlingasse nicht nur die direkten Familienmitglieder an.

00:08:08: Die Weisen sind also keine einzige Familie mit Vater, Mutter und ein paar Kindern?

00:08:12: Nein!

00:08:13: Sie waren wie eine Partei oder Fraktion organisiert im heutigen modernen Vergleichen.

00:08:22: In dieser Fraktion gaben die Weisen den Ton an, mitsamt all ihrer Anhänger.

00:08:28: Neben den Weisen selbst waren hier Familien wie die von der Alda Berin, die Marsilis und die Paulheims Mitglied.

00:08:36: Man muss euch jetzt nichts weiter sagen, aber es sind auch andere Mitglieder, die sich zu dieser Fraktion zugehörig fühlen.

00:08:43: Wir erfahren bei Gottfried Hagen aber nicht wirklich werder alles genau.

00:08:47: Mitglied war auf Seiten der Weisen in der Mühlingasse eben wieder ein Beleg das man die Partei als eine eher geschlossene Homogene von Sarve, selbst wenn sie verschiedene Familien und Clans innehatte.

00:09:01: Wo aber dann eben die ursprünglichen Weisen der Müllengasse den Ton angaben.

00:09:06: Während Gottfried Hagen also steht zu einem Weisen als eine Partei mit einer Stimme spricht trifft er auf die Oberstolzen gegenseitig nicht

00:09:14: zu.".

00:09:15: Die Gruppe wird betont als Heterogener dargestellt.

00:09:18: Hier wird stets und Gottfried Hagen betont, dass sie sich gemeinsam mit anderen Familien der Stadt zusammentaten um eben die große Macht der Weisen zu brechen.

00:09:26: Es sind jene rund über ein Dutzend Familien die später den Rat der Stadt Köln dominieren sollten.

00:09:31: Wer gehört also zu den Oberstolzen?

00:09:34: Nun!

00:09:34: Die Oberstoltzten hatten sich bereits zu jeder Zeit im mehrere Stränge aufgeteilt weil sie halt immer Kinder gemacht haben und dann immer größer wurden.

00:09:42: Aus ihrer Mitte waren Thronangeben zu einer Zeit der uns bekannte Matthias, aber auch Gerhardt, der Sohn von Matthias.

00:09:49: Dazu Rutger, Gottschalk und Konstantin.

00:09:52: Und jetzt folgt eigentlich nur eine simple Aufzählung – oft weiß man nämlich wirklich nur die Namen, aber nicht immer genau die Biografien oder den Parteigängern der Koalition gegen die Weisen, die halt aufseiten der Obersturzten waren.

00:10:04: Da sind zum Beispiel die A-Ducht dabei.

00:10:06: Die Familie Gier, die Hadophus zögerten erst weil sie gute Beziehungen eigentlich zu beiden Seiten haben wollten.

00:10:12: Sie wollten sich nicht wirklich entscheiden.

00:10:15: Entschieden sich letztendlich dann aber doch für den Oberstolzen in dem Kampf, den wir heute besprechen werden.

00:10:20: Deutlich entschlossen hat die Familie Jude auf, die sich klipp und klar als Gegner der Weisen verstanden und als direkte Nachbarn der Oberstoltzener Reingasse sich wohl auch deshalb den Ober Stolzen eher zugehörig fühlten.

00:10:33: Auch die Kleingedanks waren erst am Schwanken, auf höchsten Seite sie bleiben sollten.

00:10:38: Schwenken aber dann auch auf den Kurs der Oberstolzen

00:10:41: ein.".

00:10:42: Ich könnte jetzt noch weiter die Namen von patriezischen Familien aufzählen, aber was es wirklich jetzt auffällt?

00:10:48: All jene, die Gottfried Hagen hier auflistet – Aufseiten der Gegner der Weisen in der Mümmengasse sind kaum bis gar nicht im Schöffenkolligem vertreten!

00:10:57: Einzig Matthias Oberstolt selbst, ein recht klein Gedank und zwar weiter aus der Partei gegen die Weisen sind Mitglied im Schöffenkollegium.

00:11:05: Hier zwischen beiden Lagern verläuft also fast eine klare Trendlinie, die Weisen sind eher im Schöffenkollegum vertreten und die Oberstolzen eher im jungen Stadtrat.

00:11:17: Wie also konnte es so weit kommen dass Körner Patrizia, Körnabürger sich gegenseitig bekriegten?

00:11:24: Nach einer kurzen Trinkpause schauen wir uns das an!

00:11:41: Sie hatten als Akteure im Stadtrat dafür gesorgt, die erzböschel- flichen Versuche abzuwehren.

00:11:46: Die Macht in der Stadt weiter zu übernehmen – etwas was man wohl nicht über das Chefenkodium sagen konnte und ihre Mitglieder.

00:11:53: Jeder, der Macht hat, fürchtet sie auch irgendwann zu verlieren, sagte mal ein Kanzler einer galaktischen Republik in einer Galaxis weit weg von uns.

00:12:02: Und das trifft auch hier auf die Familie der Weisen aus dem Müllengasse zu Weite.

00:12:06: Teil des dreizehn Jahrhunderts hatten sie als oberste bürgerliche Familie die Stadt dominiert und sahen sich nun, gewissermaßen nicht ganz unberechtigt, darin bedroht diesen Status zu verlieren.

00:12:19: Und der Angst hat – kennt ihr vielleicht von euch selber?

00:12:23: Der macht dumme Dinger!

00:12:24: Bereits twelvehundsechzig loten die Waisen von der Mühlingasse und der Erzbischof ein Bündnis aus was auch aktiv blieb, nachdem Engelbert von Falkenburg in Gefangenschaft geraten war.

00:12:36: Durch mittels Männer ließ der Erzbischof an die Partei der Weisen aus der Mühengasse Hundertmark übermitteln, von denen diese sich dann Waffen kaufen sollten.

00:12:45: Zudem lieferte der Erztbischoff ihnen zusätzlich einheitliche Klamotten – man könnte wirklich sogar gar von Uniform sprechen, etwas, was bisher in Köln völlig ungewöhnlich war unter Bürgern!

00:12:55: Das kannte man eigentlich so dass man eine gemeinsame Kleidung und Farbe trug, das kannte man eher so aus den großen Städten in Norditalien wo Familien-Gangs aufeinander trafen.

00:13:08: Kennt ihr vielleicht noch von Assassin's Creed II wenn ja Computerspiele spielt?

00:13:13: Bewaffnet und in einheitlicher Kleidungen ausstaffiert tratend die Weisen der Müllengasse und ihre Anhänger immer martialischer und selbstbewusster in der Stadt auf Und Engelberg ließ sich nicht neben den Hass anzustacheln.

00:13:25: Der Weisen ging über den Oberstolzen diesen Empor-Kömmlingen aus ihrer Sicht gesehen.

00:13:32: Nun brauchte man aber nur noch einen Vorwand, um gegen die Oberstolzen so richtig vorgehen zu können.

00:13:38: Um was taten die Weisen?

00:13:39: Sie wärmten eine... Achtung!

00:13:42: Persönliche Meinung.

00:13:43: Richtig alte Gamelle wieder auf.

00:13:46: Erinnert ihr euch noch an die Folge zwei und siebzig in diesem Podcast als die Weizen von der Müllengasse für sehr kurze Zeit aus der Stadt vertrieben wurden?

00:13:54: Dass dahinter der damalige Erzbischof stand, war egal.

00:13:58: Aber die Weisen von der Mühengasse behaupteten nun dass damals vor all den Jahren es die Oberscholzen gewesen seien und ihre Verbündeten die damals das Veranstalt hätten die weisen von einer Mühengaß aus der Stadt zu vertreiben allen voran unter der Führung von Hermann von der Kornforte.

00:14:17: der ebenfalls aufseitende Gegner der Weisenstand zur damaligen Zeit Der Damatz der Parteigänger war auch gegen sie weißen von der Müllengasse.

00:14:25: Und nun, jetzt all die Jahre später erinnert man sich wieder dran und sieht die Zeit gekommen mal gegenüber den Oberstolzen abzurechnen.

00:14:35: für die Ehre – und ihr wisst ja, ihre ist in jener Zeit alles!

00:14:40: Zuerst dachte man sich Alles klar!

00:14:43: Man war ja inzwischen Geübterin im Köln sich zu streiten.

00:14:45: und wenn zwei Seiten sich streiten macht man einfach einen Schlichtungsverfahren so wie beim kleinen und großen Skit auch.

00:14:53: Problem war nur Albertus Markus, stolz kurz zu seinem siebzehnten Lebensjahr fungierte oder konnte dieses Mal nicht als Schiedsrichter fungieren.

00:15:01: Er war zu dem Zeitpunkt des Streits unterwegs und würde erst zwölfundneunsechzig in die Stadt zurückkehren, wo er dann aber auch bis zu seinem Tod zwölfeundachzig bleiben würde.

00:15:12: Da beannnte man den Grafen von Jülich dazu gegebenerweise nicht ganz neutral war meiner Ansicht nach als Schietzrichter als Streitschlichter.

00:15:20: Er war der Graf von Jülich, doch der derzeitige Fängnisdirektor des Kölner Erzbischofs.

00:15:25: Er war es, der Engelbert von Falkenburg aus seiner Burg Niedegen gefangen hielt.

00:15:30: Aber man hören Staune!

00:15:32: Der Schiedsrichter aus Jülish sprach den Weisen von der Möhngasse wirklich einer Entschädigung zu – nämlich eine Entschätigungsumme.

00:15:39: Die Weisen erhielten sechshundert Mark Silber als Auszahlung aus der Stadtkasse als Wiedergutmachung für etwas was noch mal Leute, dreißig Jahre und länger her war.

00:15:52: Und eigentlich schon entschädigt worden war.

00:15:54: Trotzdem kann man dem Weisen von der Müllengasse hier wirklich entgegen.

00:15:57: Man wollte einfach den Agitation des Erzbischofs und der Weisen vom Müllgasse den Wind aus den Segel nehmen.

00:16:07: Falls dies der Planesgrafen vorwürdig war und vor allem Der Plan der Oberstolzen, dann ging der Plan leider nicht ganz auf.

00:16:14: Denn die Weißen von einem Müllengasse wollten ihre bisherige Macht mit allen Mitteln in einer Stadt verteidigen und dazu noch die aufstrebenden Familien rund um den Oberstoltzern selbst natürlich entmachten.

00:16:27: Ein Mittel war wie so oft in der Vergangenheit die Zünfte, die Vereinigung der Handwerker für die eigene Sache zu gewinnen.

00:16:35: Wenn ihr euch noch in die letzte wirkliche chronologische Folge erinnert habt, ja gelernt durch die Ereignisse in der Folge das deren Macht eigentlich entschieden geschwächt worden war.

00:16:45: Sie waren dennoch die Zünfte allein durch ihre Anzahl an Mitglieder nicht zu unterschätzen.

00:16:50: Die Weisen versprachen den Handwerkszimpften quasi des Blaues vom Himmel während sie eigentlich noch ihre Wunden leckten nach ihrer Niederlage nämlich die Abschaffung aller Steuern und Abgaben gegen so dafür dem Weisen zu helfen, die Oberstolzen zu vernichten.

00:17:07: Ob das Angebot wirklich ernst gemeint war oder sprach ihr die zunehmende Verzweiflung der Weisen?

00:17:12: Solche Vorschläge anzubieten denn auch die Weisen hatten bisher alles getan, die Handwerkszimpfte klein zu halten.

00:17:18: jetzt aber wollten sie sich plötzlich unbedingt auf ihrer Seite wissen.

00:17:23: Dieses Verhalten dieses Vorhaben entging den Oberstoltz natürlich nicht.

00:17:26: in so einer Stadt wie Köln spricht sich alles schnell rum auch heutzutage ja noch.

00:17:31: Und auch dem Schiedsrichter, das Schlichtungsverfahren im Grafen von Jürgen ging es nicht.

00:17:36: Er war auf den Weisen vor, den Schiedsspruch zu brechen und sprach Strafen dementsprechend aus.

00:17:43: Ludwig von der Mühengasse, der Anführer, sollte im November twelvehundertsechzig das Kölner Stadtstiegel aushändigen.

00:17:51: Er besaß es als Mitglied des Chefinkollegiums und Bürgermeister der Riecherzeche und bewahrte es im Versammlungshaus, dem Haus der Reichen am

00:17:59: Altermarkt.".

00:18:00: Auf.

00:18:01: So, jetzt mögt ihr euch fragen was ist daran so besonders dass der das Siegel hat?

00:18:05: Der Ludwig von der Möhlengasse.

00:18:09: Wer das Stadtsiegel der Stadt Köln besaß, der hatte Macht über die bürgerlichen Institutionen der Stadt, der mit dem Siegel aus den heiligen Petrus als Stadtpatronen umgeben von der Könner Stadtmauer darstellte konnte man Urkunden ausstellen und beglaubigen und damit handfeste Politik betreiben und recht machen.

00:18:30: Die Herausgabe des Stadtsiegels musste dem Weisen von der Mühlingasse aber selbst wiederum wie eine Art Herausgabe oder Aufgabe, der politischen Machtgleichkommen einer Kapitulation gar.

00:18:43: Denn Schiedsrichter hin oder her, der Graf von Jülich hatte nicht die Befugnis, die Herausgaben des Stadsieges zu verlangen.

00:18:49: Das war immer ein altes Recht schon seit über hundert Jahren das Schaffenkolligems gewesen.

00:18:55: und wirklich von der Mühlingasse war nun mal der Vorsitzende zu jedem Zeitpunkt.

00:18:59: Daher verweigerte Ludwig sich das Stadtsiege herauszurücken, was die Jury eben auch in Ordnung war als amtierender Bürgermeister und Schöffe.

00:19:09: Doch Ludwig von der Mühlingasse wird das zu übereifrig.

00:19:12: Eigentlich war es üblich dass Stadttiegel gut Sicht beim Haus der Reichen dem Vorgängerbau des heutigen Konerathauses dort aufzubewachen öffentlich und für jeden einsehbar so keine Ahnung ob sie hinter einer Vitrine gepackt haben oder kaum weil... Dann hätten sie sehr viel Glas gebraucht, was die zu jedem Zeitpunkt glaube ich nicht hätten machen können.

00:19:35: Handwerklich gesehen und technisch gesehen.

00:19:38: Das Lacker war wahrscheinlich einfach in der Kiste rum und jeder konnte nachgucken ob es noch da war.

00:19:42: Die Oberstolzen staunten aber nie schlecht und viele von der Partei der Weisen auch nicht als das Siege plötzlich nicht mehr dort aufzufinden war.

00:19:50: Es war weg verschwunden.

00:19:52: Ludwig hatte es beiseite geschafft und versteckt.

00:19:56: Der weigerte sich es herauszurücken geschweige denn zu verraten, wo er es versteckt hatte.

00:20:01: Das war natürlich ein deutlicher Rechtsbuch und überschritt auch seine eigenen Kompetenzen trotz Bürgermeistern der Schaffenkollegums und der Riecherzeiche.

00:20:12: So jetzt muss ich euch nochmal erklären das Siegel hat dann natürlich versteckt.

00:20:16: Das Siegel ist ja das Endprodukt.

00:20:18: Er hat den Stempel mit dem man das Siege macht verschwinden lassen.

00:20:22: Und wer diesen Stempeln hat kann natürlich so viele Siegel machen wie er möchte.

00:20:25: theoretisch gesehen So, jetzt ist das Siegel aber weg.

00:20:29: Ludwig hat es irgendwo versteckt.

00:20:31: In diesem Moment ging alles sehr schnell!

00:20:34: Der diebische Ludwig von der Müllengasse wurde festgenommen.

00:20:38: Als Diebe verschrien wurden die mächtigen Weisen von der Mühlingasse äußerst nervös was die öffentliche Meinung innerhalb des Städts anging denn mit dem Verschwinden des Stempels, des Siegelsstempels hatten sie sich nicht beliebt gemacht.

00:20:50: Im November des Jahres zwölf und siebensechzig hatte sich dann die Lage so aufgeheizt innerhalb der Stadt gegen die Weisen von der Müllengasse, dass sie sich gezwungen sahen, sich in ihren gut befestigten Häusern und vor allem im obeligen Klöster- und Stiften innerhalb der Stadt.

00:21:05: Die ihnen durch persönliche Beziehung und Schenkung wohlgesonnen waren.

00:21:08: Dass sie sich dort versteckten.

00:21:10: Denn ihr wisst... ...die weltliche Macht endete dort wo man das Gelände eines Klosters betrat.

00:21:17: Hier durfte die weltliche macht nicht intervenieren.

00:21:21: Viel sehr gesehen!

00:21:22: Man hat natürlich nicht immer eingehalten aber Man erhoffte sich es natürlich jedes Mal.

00:21:27: So in die Ecke gedrängt, vergingen der November und der Dezember des Jahres zwölf und siebensechzig und als der Januar kam das Jahr zwölfe und achten sechzig fühlten sich die Oberstolzen ihre Anhänger vielleicht zu sicher in ihrer Position.

00:21:41: wie gesagt die Weisen waren ja weiterhin erstatt auch wenn sie sich eben in Häusern und Klöstern auf dem Stadtgebiet versteckt hielten.

00:21:50: aber da soll es ein böses Erwachen geben.

00:22:00: Der Januar twelvehundertsechzig kam und die Oberstolz und ihre verbündeten Arten nichts Böses.

00:22:07: Was dumm war, der mittlerweile war es Ludwig von der Müllengasse gelungen aus der Haft zu entfliehen und sich mit den Seiligen zu organisieren.

00:22:15: Am zehnten Januar zwölfhundert sechzig feierte der Graf von Jülich in Köln ein Fest im Parfusenhof.

00:22:23: Wo ist das denn?

00:22:24: Ich habe natürlich nachgeschaut wo es heutzutage ist.

00:22:26: Den Hof gibt es nicht mehr!

00:22:28: Er lag wohl ungefähr dort, wo nordwestlich der Kreuzung heutzutage Breitestraße und Richtmodeststraße aufeinandertreffen.

00:22:35: Direkt über dem Haus Berlich des BDR.

00:22:39: Wo so gar nicht mehr so ganz neutral feierte der ehemalige Schiedsrichter- und Streitschlichter aus Jülicht ein munterfurches Fest mit Speis und Trank.

00:22:48: eingeladen waren nur Gegner der Weisen von der Mühengasse, inklusive der Oberstolzen.

00:22:54: Die fröhliche Party war schnell vorbei, als die Weisen von der Mühlingasse als ungebetene Gäste auftauchten.

00:23:00: Sie hatten genau diesen Moment nämlich abgepasst.

00:23:03: Alle ihre Feinde waren in einem Ort versammelt und vorbereitet und konnten überrumpelt werden – und hatten vielleicht schon einen leichtsitzen!

00:23:11: Mit Ludwig von der Müllingasse als ein der Anführer des Angriffs kamen sie ….

00:23:16: ja dann ging es los.

00:23:19: Ein genauer Bericht des Kampfes gibt es nicht, aber irgendwie gelang es dem meisten Gästen dann doch zu fliehen vom Ort des Geschehens und den Kampf zu entkommen.

00:23:28: Vor allem die Oberstolzen der Graf von Jülich flohen aus der Stadt und suchten Zuflucht im Kloster Mächternos ungefähr auf dem heutigen Gebiet ihren Feld lag.

00:23:38: Der Parfusenhof jedoch wurde von den Weisen von der Müllengasse komplett geplündert.

00:23:43: bei diesem Überraschungsangriff Danach besetzten die Weisen, die Stadttore von Köln.

00:23:49: nur drei ließen sie unbewacht.

00:23:52: Und jetzt die große Frage warum?

00:23:55: Keine Ahnung habe ich nicht herausgefunden, warum Sie das taten und vor allem welche drei Tore sie unbewacht liessen.

00:24:04: Doch am gleichen Tag dem zehnten Januar zwölf und achtundsechzig zogen die Weise mit ihren Anhängern Richtung Reingasse- und Filzengraben wie südliches Heumarcks liegen und direkt am Rheinsüsch befinden noch heutzutage noch Zu uns.

00:24:17: scheinbar diese Straßen heute wirken, vor allem der Filzengraben als Miniautobahn zur Säwerensbrücke und zur Nord-Südfahrt und zur Deuzer Brücke.

00:24:25: Dahin für Autos lasst euch davon nicht verwirren heutzutage.

00:24:28: hier war am Dahlsseehundert eine Top Wohnlage.

00:24:31: Hier wohnten nämlich die Oberstolzen, die Judas Und viele weitere von mir in der Stadt.

00:24:37: also so wohnte Reingasse als auch im Filzegraben.

00:24:41: Genau hier wollten die Weisen von den Müllengassen jetzt Nähe mit Köppen machen und die Häuser ihrer Feinde niederreißen.

00:25:15: trifft auf Ludwig von der Mühlingasse.

00:25:21: Eine Straßenschlägerei ist dies bei Weitem nicht, was hier stattfindet.

00:25:25: Hier wird gemordet.

00:25:26: Ludwig schafft es Matthias Oberstolz schwer zu verwunden aber das Stachten Glück endet sich!

00:25:33: Die Oberstoltzen noch zuvor so überrumpelt schaffen es die Oberhand zu gewinnen und schlagen die Waisen von der Müllengasse und ihre Anhänger in die Flucht.

00:25:40: Ein Verwandter von Matthias, der Rutger Oberstolz nimmt die Verfolgung von Ludwig von der Mühlingasse auf.

00:25:46: Gemeinsam mit seinem verbündeten Heinrich von Kranthor folgen sie ihn bis zum nahegelegenen Herrn Stüff und Sankt Georg – was ja auch heutzutage wirklich nur um die Ecke liegt von der Rheingasse aus – und dort hoffen der Weise von der Mühlingasse dass er dort sicher ist und unter dem Schutz der Kirche stehen würde und man ihn da nicht hapar fähren könnte.

00:26:06: Denn Man darf in einem geweihten Bezirk eines Klosters nicht töten.

00:26:12: Wollte man zumindest nicht auf ewig eine Hölle schmogen, dann war es natürlich offen ob man das wollte oder nicht.

00:26:18: Doch bevor Ludwig von der Mühlingasse immer noch Bürgermeister und einer der Führer oder der Föhrer der weißen Falle Mühlingsgasse das Schützende Herrn Stift erreicht holt ihn seine Feinde ein.

00:26:29: Werden Matthias Oberstolzen den angre Schwerverwund übersteht fällt Ludwig von der Müllengasse den Schwertern seiner Gegner zum Opfer, die ihn verfolgt haben an diesem zehnten Januar zwölf und achtundsechzig.

00:26:42: So ergeht es auch vielen anderen mit gern seiner Familie.

00:26:44: Diejenigen, die es schaffen zu fliehen stecken er neut in der Falle.

00:26:48: Den umliegenden Klöster und Stiften sind sie zwar wieder vorerst sicher aber gefangen Denn nochmal würden sich die Oberstolzen nicht mehr über Rumpel lassen.

00:26:58: mit dem selben Trick Umgehen machten die Ober stolzen klar Die Weisen dürfen nicht in Köln bleiben.

00:27:05: Sie müssen die Stadt verlassen, Verbanung als Strafe für diesen feigen

00:27:10: Akt.".

00:27:11: Am nächsten Tag, dem elften Januar zwölf und achtundsechzig wohnen sie vom Grafen von Jülich der für ihre sichere Reise Bürgte zum Rhein begleitet.

00:27:20: Dort bestiegen die Weisen von den Müllengasse- und ihre Anhängerschiffe diese ins südlich gelegene benachbarte Bonn brachten eine Stadt, die ein ärztbeschürflichen Besitz war.

00:27:30: Den Erzbischof selbst trafen sie dort natürlich nicht an, enge Bett vom Falkenburg würde ja noch rund drei Jahre weiter als Gefangener auf der Burg Niedeng fahren.

00:27:40: Die oberstolzen ihre Anhänger hatten es also geschafft!

00:27:43: Der Erzbeschuh war weiterhin Gefangenschaft und auch innerhalb der bürgerlichen Elite hatten sie sich nun durchgesetzt.

00:27:50: Eigentlich könnte doch jetzt alles Supi sein oder?

00:27:54: Der Erztbeschuf setzt aber weiterhin auf sein altes, anerkanntes Recht – der Stadtherr von Köln zu Und die Weisen, auch wenn sie gerade vertrieben worden waren, dachten noch gar nicht mal so wirklich dran aufzugeben.

00:28:07: Durchboten im städten Austausch planten die weisen gemeinsam mit dem Kölner Arztbischof ihre Rückkehr nach Köln und dieser Versuch in die Stadt zurückzukehren sollte nochmal blutiger werden als das was wir gerade erlebt hatten, sollte es nochmal wirklich ins Schatten stellen.

00:28:30: wie diese Völker begonnen hatten.

00:28:39: Bis zum Herbst des Jahres, zwölf und achtundsechzig blieb erstmal alles friedlich.

00:28:43: Und ihr wisst ja wie es leider oft mit der Überlieferung von historischen Quellen ist Armut nicht nachhaltig.

00:28:49: Oft wissen wir in den historischen Schriftquellen meist nur von Königen, Kaisern, Bischöfen und reichen Bürgern was passiert?

00:28:56: Was knichte, merkte Handwerker Frauen allgemein Kinder oder Bedienste, Diener dachten?

00:29:01: das erfahren wir oft nicht Wenn auch nur kurz, kriegen wir den noch jetzt im Herbst, zwölfundsechzig so einen seltenen Einblick.

00:29:08: Mini quasi nur ein kleinen Wimpernschlag!

00:29:12: Aber besser als nichts... Ihr wisst ja seit elfhundert achtzig ist Köln mit seiner erweiterten mithaltischen Stadtmauer wie ein großer Halbkreis aus der Luft zu sehen Der Halbkreis, der den Reihen umschließt nach Osten hin Völlig abseits vom Trubel und Geschehen.

00:29:30: in der Stadt Mitte am Rande der Stadt wohnte Ein verarmter Schuster und Kerzenmacher an der Stadtmauer in einem Bogen nahe der Ulrubforte, einer der landseitigen Statttore.

00:29:41: Hier wohnten vor allem jene die sich mit einfachem Behausung eine Bleibe bauten – teils auch halb legal!

00:29:47: Dass seine Hütte direkt an der Stadttour dran gebaut war hatte für ihn im Foto Baumaterie zu sparen und ….

00:29:54: man hat ja schon mal ein Haus und weniger zu bauen.

00:29:56: Das Schicksal war diesem Mann wohl nicht gnädig gewesen… Der wie so oft in der Geschichtsschreibung namenlos bleibt.

00:30:02: dieser Mann einzig und allein.

00:30:03: sein Spitzname ist überliefert, durch den Stadtschreiber Gottfried Hagen Haveneit.

00:30:09: Also habe nichts auf modernen Deutsch übersetzt!

00:30:13: So müssen wir uns also mit diesem Namen begnügen.

00:30:15: – Havenheit.

00:30:17: Havenheitsnot wurde schamlos von Erzbischof Ingebet von Falkenburg ausgenutzt.

00:30:21: Durch Booten, denn der Erzbeschutz saß ja weiterhin haft, nahm er heimlich Kontakt mit Havenight auf und machte ihn ein Angebot das er kaum ablehnen konnte in seiner misslichen Lage Er sollte von seiner Hütte aus ein Loch unter die Stadtmorge haben.

00:30:35: Dafür sollte er Geld erhalten, das ihm alle materiellen Sorgen bis zu seinem Lebensende nehmen

00:30:40: sollten.".

00:30:41: – Markin Silber Vier Geld für einen armen Einwohner.

00:30:45: Kölnz.

00:30:46: Die Oberstolzen ahnten nichts davon, dass ein Mann wie Harwenheit den sie wohl nicht mal ins Blickes wirkten wenn es ihn vorbeiging, dass dieser nun wochenlang sein Haus zur Werke ging Bundelte, was das Zeug hielt und heimlich natürlich auch den Aushub entsorgte.

00:31:00: Denn der Dier beinhaltete dass das Loch, was er grub groß genug sein sollte, das Zweipferde nebeneinander durch den Tunnel gehen konnten.

00:31:10: Liebe Leute ich sage euch doch hier verbinden sich Wahrheit und Legende weil für so einen Tunnel braucht man doch auch Stützen und auch Ingenieurswissen denke ich mal nicht einfach nur eine kleine Schaufel.

00:31:22: wie dem auch sei die Verschwörung zog immer größere Kreise.

00:31:26: Die Weisen von der Mühlengasse waren natürlich in der Verschwörung eingeschlossen.

00:31:31: Sie wollten dadurch nach Köln zurückkehren durch diesen Tunnel und ihren verlorenen, gegangenen Status als mächtigste bürgerliche Familie der Stadt zurückerobern.

00:31:39: Drazir ist aber wie gesagt den Gefangenschaft befindlichen Erzbischof Engelbert vom Falkenburg bei diesem Tunnel.

00:31:46: Denn er zog hierbei alle Register.

00:31:49: Alte Verbündete des Erzbeschusses waren ebenfalls im Boot die sich dadurch erhofft nehmen erstarkten Grafen von Jülich in die Schranken weisen zu können, der derzeit mit der Stadt Köln und vor allem den Oberstolzern im Bunde war.

00:32:01: Darunter waren der Herzog von Limburg namens Weiram und der uns auch noch gut bekannte Graf vom Kleven namens Dietrichener, der mal vor der heiligen Ursula bei einer Belagerung Kölns nachts abgehauen ist.

00:32:13: Da Engelbert von Falkenburg aufgrund seiner Haft die Gruppe der Kämpfer nicht selbst anführen konnte, sanfte er seinem Bruder Dietrich von Farkenburg.

00:32:23: diese Letzt genannte Personaie, Dietrich von Falkenburg ist eine tragische Ironie.

00:32:29: Denn Dietrich vom Falksenburg hatte rund zehn Jahre zuvor auf Seiten der Bürger der Stadt Köln noch gekämpft.

00:32:34: Damals gingen damaligen Erzbischof Konrad von Hochstaden.

00:32:38: Jetzt wo sein Bruder bei Erzbeschof war hat er natürlich die Seiten gewechselt auf Seiten des Erzbuschoßes.

00:32:45: Nun gab es aber ein altbewertes Problem bei diesem Vorhaben.

00:32:49: man hatte zwar wieder eine Armee die auf Kölnen losmarschieren konnte Aber die Stadtmauer war weiter in dem Weg.

00:32:56: Klar, man hatte ein Tunnel – ah bis da alle durchgeschlüpft waren.

00:33:00: das würde lange dauern und vor allem sicherlich auffallen.

00:33:04: Zeit genug um in der Stadt eine effektive Gegenwert zu organisieren!

00:33:08: So versuchte der Erzbischof noch einmal die Handwerkszimpfte für sich zu gewinnen.

00:33:13: Seit ihrer entschiedene Niederlage gegen die Patriezehr vor einigen Jahren warteten sie natürlich auf die Chance ihres Lebens wieder politisch an Bedeutung zu.

00:33:21: Sie erklärten sich bereit, einen Aufstand in der Stadt zu kreieren.

00:33:25: sollten die Weisens schaffen mindestens fünfhundert Kämpfer beim Angriff beizusteuern.

00:33:31: Quasi als Ablenkung sollten sie Tärzen der Stadt machen so dass die Weisen und die Verbündeten des Erzbischofs genug Zeit hatten durch das Loch in den Mauer nahe der Örepfort in die Stadt einzudringen.

00:33:42: Sobald die Macht der oberstolzenden Bochen wäre würde man für Einzelburg nie gegen dann gehen Engelberg von Freikenburg befreien und dann wäre das Ziel erreicht, die Weisen wären zurück an der Macht.

00:33:54: Und der Erzbischof von Köln wäre wieder oberster Stadt her.

00:33:58: Gesagt getan, finden wir es heraus.

00:34:01: In der Nacht vom vierzehnten Oktober zwölf hundert achtundsechzig wagten die Weizen und die Verbündeten des Erzbeschoffs den Angriff.

00:34:10: Nun wissen wie aber auch dass man im Krieg nicht nur Materialen genügt Menschen braucht – das hatten die Angreifer.

00:34:16: Aber bei der Kommunikation ging wohl so einiges schief.

00:34:20: Ein Unterfang mit so vielen Beteiligten konnte wohl einfach nicht geheimgehalten werden.

00:34:25: Machen wir es also kurz, die Oberstolzen bekamen Stichdeck Wind von dem Vorhaben denn... ...die durch das Loch geschlüpften Angreifer sammelten sich natürlich erst mal vor Ort.

00:34:35: Ihr müsst wissen, die Gegend um die Ölrepfort herum auch innerhalb der Stadtmauer war noch sehr ländlich geprägt zu jener Zeit von landwirtschaftlichen Flächen!

00:34:43: Und dann fällt es schon mal auf, wenn nachts plötzlich nicht Nutzpflanzen sondern zusätzlich Fünfhundert Kämpfer auf einem Ackerfeld stehen.

00:34:52: Die waren jetzt sicherlich auch nicht die Leisesten, hatten bestimmt noch ein paar Fackeln in der Hand – das fiel auf!

00:34:58: Ein Anwohner namens Winkil Bart und ja, der hieß wirklich so, sah wie sich sein Vorgarten mehr mit Kämpfern fühlte.

00:35:07: Im Schutze der Dunkelheit der Nacht rannte er zur Reingasse, die rund eineinhalb Kilometer entfernt war und schreckte dort die Oberstolzend alle anderen Geschlechter auf, die dort in der Straße wohnten.

00:35:18: Und rief, Köln würde angegriffen und sie müssten sich jetzt bereit machen, wollten sie nicht in ihrem Betten ermordet

00:35:24: werden.".

00:35:25: Was nun geschah, war wieder eine wirklich blutige Auseinandersetzung – ich glaube das Loch unter dem Stadtmauer war nicht so breit wie es überliefert war bei Gottfried Hagen.

00:35:34: Kein Pferd konnte wohl durch den Tunnel durchreiten und wahrscheinlich quetschten sich die Kämpfer eher dort schlecht als recht von dem Weisen des Erzbischofs nach und nach durch das zu enge Loch.

00:35:46: Und saßen so für eine Falle, als die Oberstolzen sowie alle anderen patritischen Familien hochgerüstet in Rüstung und schwer bewaffnet anfingen sie nach und ab zumetzeln an der Europforte.

00:36:00: Vergesst nicht, fast alle Patrizia zu jener Zeit liebten es den ritterlichen Lebens die nachzuahmen auch wenn sie oft gar nicht artig waren.

00:36:08: Aber als reiche Bürger hatten sie das Geld dazu sich sowas zu kaufen und sich so ausstatten zu lassen und mit ihrem Reichtum auch die Zeit sich im Kampf zu üben und sich eben wie ein Ritter ausbilden zu lassen.

00:36:22: Dementsprechend konnten beide Seiten sich wohl sehr gut bekämpfen.

00:36:29: Der Anführer der Angreifer Dietrich von Falkenburg, der Bude des Erzbischofs starb hierbei.

00:36:36: Auch Matthias Oberstolz wird wieder wie auch im Januar zuvor schwer verwundet – so schwer dass er dieses Mal aber an sein Verletzung sterben wird.

00:36:45: Kurz scheint sich dann das Blatt doch noch für die Weisen wenden zu können….

00:36:48: Denn die mit dem Weisen und dem Erzbischof verschworen und Zünfte kommen plötzlich viel zu spät zur Öropforte, könnten jetzt den Oberstolz in den Rücken fallen.

00:36:57: Und damit den Kampf für die Weisen entscheiden.

00:36:59: doch als sie sehen das neben den Ober Stolzen und ihren Verbündeten auch normale Kölner also nicht Patrizia aus allen Teilen der Stadt mit ihnen kämpfen.

00:37:08: Die war nämlich... Das hat man wohl in der ganzen Stadt gehört.

00:37:10: Die kamen alle dort hingeströmt.

00:37:12: Entschieden Sie sich nicht auf Seiten der Weisen um das Erzbeschutz einzugreifen weil sie eben sahen Ups, die ganze Stadt kämpft hier gerade auf Seiten der Oberstolzen.

00:37:23: Somit endet die Schlacht an der Europforte mit vielen Toten aber auch mit einem deutlichen Sieg der Ober Stolzen und ihrer Verbündeten.

00:37:31: Herzog Wehram von Limburg wird gefangen genommen, Dietrich von Feigenburg ist tot, aber auch auf der Seite der Ober stolzme klagt Sohn Gerhard eben den Tod seines Vaters Matthias.

00:37:42: und auch Peter Jude ist ein prominenter Gefallener aufseiten der

00:37:45: Verteidiger.".

00:37:47: Was aber aus dem Arm Haveneid wurde, der den Tunnel unter die Mauer gebuddelt hatte.

00:37:53: Das habe ich leider nicht erfahren – das weiß ich nicht!

00:38:00: Die Schlacht von Worringen, ja ihr habt richtig gehört, die zwanzig Jahre später stattfinden würde ist in Köln deutlich weiter bekannt als die Schlacht an der Ölrippforte.

00:38:11: Aber ohne die Ölripforte keine Schlacht in Worringien?

00:38:15: Die innerpatriezischen Kämpfe in der Stadt fanden hiermit ihren Abschluss.

00:38:22: Die Weisen von der Müllengasse waren aus Köln vertrieben, im Laufe der Zeit durften zwar einige sich wieder in Kölnen niederlassen, ihre Macht war aber auf ewig gebrochen.

00:38:32: Die meisten Weisen siedelten sich in anderen Städten an und zerstreuten sich.

00:38:36: Die Geschlechter vornehmlich aus der Rheingasse und dem Filzengraben waren nun eine vereinigte Front – nun gab es in derstadt nur noch einen der ihrer Herrschaft über die Stadt.

00:38:46: Ja, streit ich machte und das war immer noch der Erzbischof.

00:38:51: Über weitere Auswirkungen würde ich aber gerne in nächsten Folgen noch zu sprechen kommen, denn oh mein Gott die Folge ist schon viel zu lang!

00:38:57: Und die Auswirkung wie beispielsweise welche Lücke die Weisen in der Stadt hinterließen – vor allem im Schöffen-Kollegium müssen wir auch noch besprechen, wäre aber viel zu lange jetzt noch hier rein zu quetschen.

00:39:08: Vielen Dank ließ es mal an die Christian-Erik Silvia und Bettina für ihre Trinkgelder via Paper.

00:39:13: Dann kann meine Steadys dir den Podcast langfristig unterstützen, damit mir neue Ausrüstung und zusätzliche Podcast-Folgen mitfinanzieren.

00:39:20: Möchtet ihr auch ein Steadymitglied werden?

00:39:22: Auf euch warten dann die nach dem was ihr euch da auswählt einen Lesezeichen von Tio Fanot oder Albertos Magnus sowie eine GPS geführte Audio Guide Tour durch das römische Köln, die ihr per Smartphone live vor Ort alleine machen könnt oder gemütlich von der Couch zu Hause aus.

00:39:58: Als Literatur diente mir Hugo Stehcamp und Karl Dietmar Köln im Hochmittelalter, dann von Manfred Groten-Kölln im Dreizehnjahrhundert.

00:40:08: Ich habe ja auch mal den Originatex von Gott Red Hagen gespinkst.

00:40:12: Das ist ein Buch, was ich mal in Antiquariat gekauft habe für ein paar Euro und das ist von eighteenhundertsiebundvierzig.

00:40:17: Ich glaube, dass findet ihr nicht mehr im Buchhandel regulär.

00:40:20: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:40:22: Empfehlt mich weiter und Madajod.