Eine Geschichte der Stadt Köln

Eine Geschichte der Stadt Köln

Der Podcast über die Geschichte der 2.000 Jahre alten Stadt Köln

Transkript

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00:00:00: Siegfried von Westerburg hatte eigentlich keine Chance, je Erzbischof und Könze zu werden.

00:00:06: Im November twelvehundertvierundsiebzig wählte das Kölner Domkapitel fast einstimmig Konrad vom Berg als neuen Oberherrnder Kölnerkirche.

00:00:15: Neun Stimmen für Konrad?

00:00:17: Und nur eine Einzige für ihn – Siegried!

00:00:20: Das Rennenschien also entschieden.

00:00:22: Doch Siegfrid gab nicht auf.

00:00:24: Er setzte alles auf eine Karte die niemand im Kölners Arztbestum im Blick hatte.

00:00:28: quasi ein Ass im Ärmel, welches fernab vom Rheinlandweite im französischen Lyon also machte sich Siegfried von Westerburg auf dem Weg.

00:00:37: Ein Ritt der nicht nur seine eigene Zukunft verändern sollte denn das hier begann als verwegender Ritt eines A-Ling nach Lyon würde vierzehn Jahre später uns auf die Felder südlich von Worringen führen in den entscheidenden Schlachtverworungen.

00:00:52: dabei fing alles zum Beginn wirklich gut und vor allem friedlich an Wie Siegfried von Westerburg schaffte, zu einem der mächtigsten mehr des Reiches zu werden und warum die Stadtköln ein schönes neues stadsige gotischer Prägung erhielt – alles gleich direkt nach dem Intro.

00:01:19: Liebe Leute ich versuche es kurz zu halten!

00:01:21: Ich brauche mal eine Pause... Das mache ich jeden Sommer, das wisst ihr wenn ihr den Podcast schon länger verfolgt als nur ein Jahr.

00:01:28: Jeden Sommer mache ich eine kleine Sommerpause und jetzt ist es also wieder mal soweit.

00:01:33: Etwas später als letztes Jahr ist die Kampfer daran dass auch unser Urlaub dieses Jahr eher spät anfällt im Sommer.

00:01:40: Diejenigen die es nicht wissen ich mache diesen podcast weiterhin mein Hobby alleine in meiner Freizeit neben Vollzeitberuf neben Beruf und meine kleinen Familie.

00:01:50: Und jedes Jahr im Sommer ist fast zu einem Punkt erreicht, wo ich so sage, boah.

00:01:54: Jetzt wieder eine Folge machen?

00:01:55: Boah nie überhaupt nicht und das möchte ich nicht!

00:01:58: Ich möchte Spaß bei diesem Projekt hier haben, meinem Podcast, meinem Hobby... Es soll halt wirklich auch Spaß machen und ich glaube es merkt den auch wenn ich irgendwann keinen Spaß mit daran habe sollte.

00:02:08: Das wollen wir doch hoffentlich alle vermeiden.

00:02:11: Deshalb, wir machen eine Sommerpause.

00:02:13: aber keine Sorge, ich habe wie immer ein kleines Pausenprogramm für euch zusammengeschnipselt.

00:02:17: Eine Sache wird ein Interview sein und das andere, wenn ich es noch rechtzeitig geschnitten bekomme etwas ganz besonderes.

00:02:25: Ich glaube die Sommerpause ziehe ich den ganzen September durch und dann im Oktober sehen oder besser gesagt hören wir uns wieder.

00:02:32: Bleibt mir treu bitte deaboniert nicht!

00:02:34: Und ich weiß dass Apple Podcast manchmal dazu auffordert Podcastschutz zu abonnieren also zu deabonnieren wenn man länger nicht mal reingehört hat.

00:02:41: Bitte macht das nicht!

00:02:43: Das würde mich sonst sehr traurig machen.

00:02:46: Na gut, dann haben wir das ja geklärt und wir können wieder direkt in Mediasreskin oder ab zurück ins deizente Jahrhundert nach Köln.

00:02:56: Am vierundzwanzigste Oktober zwölfhundertvierundsiebzig war Engelbert von Falkenburg verstorben – was für ein Scherbenhafen hatte er hinterlassen?

00:03:05: Er hatte zu seinem Ansandtritt zwölfeinsechzig ein nahezu komplett ihm untertänige Stadt Kölne erhalten.

00:03:11: Innerhalb der dreizehn Jahre seiner Herrschaft nahezu alles mit den Kölner Einwohnern vermasselt.

00:03:17: Kompromisslos und plump hatte er hierbei vor allem auf Gewalt gesetzt, zweimal war er gefangen genommen worden.

00:03:24: das erste Mal für ein paar Wochen lediglich zwölfund achten sechzig dann sogar für drei Jahre von seinem eigenen Untertan dem Grafen von Jülich.

00:03:34: Am Ende statt.

00:03:35: die Kölner Bürgerschaft, angeführt vereint von der Familie Oberstolz, deren Verbündeten ihm geschlossen ging über.

00:03:42: Geeint eben durch den gemeinsamen Kampf gegen die einst mächtigste und inzwischen vertriebene Familie der Weisen von der Müllengasse, die sich mit dem Erzbischof verbrudert hatte.

00:03:52: Als man sich dann doch twelvehundseinzig aussöhnte, musste der alte Erzbeschuf es einsehen – er hatte in der Stadt selbst nicht mehr viel zu sagen Wenn auch er außerabte.

00:04:02: Stuttmar und Köln's.

00:04:03: ein mächtiger Reis für's Bieb, das sollten wir nicht vergessen.

00:04:06: Und was für eine er blieb?

00:04:08: Mit der Krönung von Ruder von Habsburg durch ihn im Jahre zwölf- und drein-seventig trug der Kölner Erzbischof maßgeblich dazu bei, dass sogenannte Interregnum zu beenden – die chaotische Zeit vor nie ganz anerkannten Königswahlen, die seit Zwölfundfünfzig geherrscht hatte als der letzte Stauffahr Friedrich II verstorben war.

00:04:28: Doch!

00:04:29: O Schreck, der neue Herrscher Ruder von Habsburg war ein ausgesprochener Freund der Städte in seinem Reich – was auch die Stadt Köln begünstigte.

00:04:37: Aber dazu kommen wir gleich noch!

00:04:39: Als also Engelbett von Falkenburg im Jahr twelvehundert, siebenundvierzig Stab im Oktober herrschte eine gewisse Unruhe im Könadurmkapitel?

00:04:48: Wer könnte diese machtvolle Position am besten ausüben?

00:04:51: Zwei Kandidaten kristallisierten sich hierbei heraus Konrad vom Berg Ja, jenen vom Berg die dem bergischen Land östlich von Königern Namen gaben und auch schon eine eigene Podcastfolge halten haben.

00:05:03: Und Siegfried van Westerburg!

00:05:06: Doch schnell wurde die Suche nach einem Nachfolger zu einem regelrechten Wahlkaus.

00:05:13: Ich weiß, wir sind schon fünf Minuten drin aber herzlich willkommen.

00:05:15: zurück zu eine Geschichte der Stadt Köln.

00:05:17: Ein Podcast über die Geschichte der Städt-Köln, die wird zweitausend Jahre alt ist.

00:05:21: ich bin Willem und ich reise mit euch quasi wie durch ein Mikrokosmos europischer Geschichte von Römern bis in unsere heutige Zeit.

00:05:29: Im November twelvehundertvierundsiebzig kam das Kölner Domkapitel zusammen um über den neuen Erzbischof abzustimmen.

00:05:36: wo sie sich trafen?

00:05:38: Nicht den Kölnen was man logischerweise denken könnte Denn seit Jahren schon war die Stadt mit dem Interdikt belegt, eine beliebte Waffe der Erzbischöfe und insbesondere von Engelbert von Falkenburg.

00:05:48: Und damit rück auf Köln auszuüben!

00:05:50: Denn dass damit ein hergehende Verbot von jeglichen religiösen Handlungen bis hin zu Bestattungen, Ehe-Schließung oder Taufen war schon verheerend für einer Gesellschaft, die sich selbst in ihrer Umwelt als durchundurch religiös durch Drogen sah.

00:06:03: So konnte die Wahl des Erzbeschurfs logischerweise nicht den Kölnen stattfinden... So wurde Bonn ausgewählt jene Stadt südlich von Köln, die immer mehr zum Ausweisquartier der Kölner Erzbischöfe wurde – vorschadowing.

00:06:16: Das Domkapitel war schnell zusammengekommen für die Wahl, denn man befürchtete dass der Papst sich in die Bischofswahl für Kölnen einmischen könnte, womit sie nicht ganz unricht hatten.

00:06:25: Zu dem Zeitpunkt verwahlte der Papts im französischen Dior und er schrieb fleißig Brief von alle Betaligten das nur er allein das Recht den Anspruch nehmen wollte den neuen Kölners Oberhörten zu bestimmen.

00:06:36: Bis die Briefe aber im Rheinland ankam, hatte das Körner Domkapitel hoffentlich schnell Fakten geschaffen.

00:06:42: Zumindest war es ihr Plan – man wählte schnell zehn Wahlmänner aus den eigenen Reihen, die die Entscheidung treffen sollten bevor der Papst dem Ferndieur sein Urteil gefällt hätte.

00:06:51: Es waren neun verdiente Domkapitulare und natürlich der Vorsteher des Domkapitals der Domprobes, die dieses Wahegremium bildeten.

00:07:00: Und es kam zu dem bereits im introbekannten Wahlergebnis Die neuen Domkapitulare werden alle geschlossen, Konrad vom Berg.

00:07:08: Der in der Direkte von Könadom benachbarten Kirche St.

00:07:11: Mariengraden, der dort gepropst war.

00:07:14: Nur der Zehntinisen-Wahlgremium der Kölner Dompropst entscheidet sich ganz allein für Siegfried von Westerburg mit seiner einzelnen Stimme – was eine interessante Wahl war!

00:07:24: Aber warum eigentlich?

00:07:26: Inzwischen waren alle Mitglieder des Könadonkapitals aus dem Hochadel mit hell und wieder mal sehr seltenen Ausnahmen.

00:07:34: Auch Siegfried von Westerburg war Mitglied des Hochadels, auch wenn man es etwas lockerer sehen muss ob er wirklich aus dem reinischen Hochadel war.

00:07:42: Das ist ein weit gefasster Begriff den wir jetzt hier verwenden.

00:07:45: Denn ja, Siegfred von Wusterburg kam aus dem Rheinland aber aus dem Teil des Rheinlands was eher dem Erzbistum von Mainz zugewandt Denn die Lindereien seiner Familie, also denen von Westerburg befanden sich hauptsächlich im Westerwald und an der Lahn.

00:08:03: Also dem heutigen Hessen und dem heutige Bundesland Rheinland-Pfalz.

00:08:08: Er war daher auch, also Siegfried vom Westerburg, im Mainzer Dom, der dortige Dom probst – und damit schon einer der mächtigsten Menschen im Erz.

00:08:16: bist du Mainz!

00:08:17: Also nicht von Köln, sondern den benachbarten

00:08:20: Mainz.".

00:08:20: Und typisch für diese Zeit hatte Siegfried sich auch noch andere Kirchenämter angehäuft, die mit lukrativen Fründen also Einkommen und Macht einher gingen.

00:08:29: Denn zeitgleich war er nicht nur im Mainz hauptberuflich als Domprobstätig – er war auch Mitglied des Kölner Domkapitels!

00:08:35: Das war halt so, war zu Tage ginge das gar nicht mehr dieser Anholfung von Ämtern.

00:08:41: Die Wahl war also ziemlich eindeutig hier in Bonn am fünften November twelve hundert fünfund siebzig.

00:08:47: Neun von zehn Stimmen waren auf Konrad von Berg entfallen oder auf?

00:08:51: heutiger sich gesehen, neunzig Prozent der Stimmen.

00:08:53: Nur eine Einzige war auf Siegfried vom Westerburg gefallen!

00:08:57: Der neue Erzbischof würde damit also Conor von Berg werden oder?

00:09:01: Nun was spann ich euch auf?

00:09:03: die Folter?

00:09:03: ihr wisst ja schon vom Intro siegfried vorm westerburg gab nicht auf.

00:09:08: er machte sich oft die lange reise nach Lyon um dort mit dem Papst ein würdchen zu wechseln.

00:09:15: Papst Krieger der zehnte war natürlich außer sich dass man über seinen Kopf hinweg eine Entscheidung im Rheinland getroffen hatte, als er die Nachricht hörte.

00:09:23: Er proklamierte das die Wahlentscheidung zugunsten von Conrad vom Berg ungültig sei.

00:09:28: und welch Wunder der ideale und Papstreue Kandidat war ja bereits zu ihm gereist, er ernannte persönlich Siegfried Tom Westerbock zum neuen Kölner Erzbeschof.

00:09:39: Und ihr wisst ja in dieser Zeit ist ehe- und öffentliche Handlung alles In einer Zeit wo es keine Zeit tun.

00:09:45: Fernsehen, Internetfotos oder Ja Was das ich gibt zwischen Media.

00:09:50: Hier wisst ihr ein neuer Bischof wird meistens vor allem bisherigen Bischoff zum Bischoof gemacht, gewyts und so weiter.

00:09:57: und sofort war man hat dieser direkte Folge zurück zum Petrus haben möchte der im Auftrag von Jesu eine Kirche auf den Felsen hat er bauen lassen.

00:10:07: da er hat das hier eine riesige Bedeutung.

00:10:09: welcher Bischow den Sieg wird vom Westerburg zu Bischof?

00:10:13: macht nicht irgendein Bischoff als Siegfried zum Bischoof, sondern Papst, Krieger der Zehnte, höchstpersönlich.

00:10:19: Das sollte dem Ganzen nochmal mehr Wummsverleihen den Anspruch vom Siegfred von

00:10:23: Westerburg.".

00:10:25: Was wohl auch dann Wirkung erzielt ihr hier in Köln oder im Rheinland besser gesagt?

00:10:30: Dass Pallium das Ehrenabzeichnis Papst ist was man sich als Erzbischof auch heutzutage noch sie so als Tuch um den Oberkörper legt, er hielt ja gleich mit auf den Weg nach Kölnen.

00:10:40: Praktisch, denn damals wie heute musste man meistens eigentlich erst mal als neu gewählter Erzbischof nach der Wahl extra nach Rom reisen um dieses Textilstück zu erhalten.

00:10:51: Also zwei Fliegen mit einer Klappe für Siegfried von Westerburgr.

00:10:54: Konrad vom Berg, der nun unterlegende Kandidat bei der Wahl war von dieser häpslichen Entscheidung natürlich ganz und gar nicht angetan.

00:11:02: Unser Bruder, der Graf vom Berg Adolf V., nun würde sich als besonders künftiger, starker Gegner von Siegfried vom Westerburg herauskristallisieren bis hin zu den Feldern bei Worringen.

00:11:17: Der würde diese Walniederlage für seine Familie nicht so schnell vergessen!

00:11:30: Wer war Siegried vom Westaaburg?

00:11:32: Eigentlich?

00:11:33: und was für Herausforderung hatte er zu Beginn seiner Herrschaft zwölf-und-fünf-siebzig als neuer Erzbischof in Köln?

00:11:40: Wie ihr schon wisst, er entstand deiner Allesfamilien nahe des Flusses Lahn mit Stammensitz Burg Runkel in Hessen.

00:11:46: Wann er genau geboren wurde, wissen wir nicht.

00:11:49: Wo so um zwölfhundertdreißig herum?

00:11:52: Damit war aber seiner Wahr rund vierzig Jahre alt.

00:11:55: Domprobst vom Mainz wurde er zwölftundneunfünfzig da sein Verwandter Werner von Epstein zum neuen Erzbischof von Mainz gewählt wurde und damit Werners vorheriger Posten als Mainzer Domprobst feiwurde.

00:12:07: Praktisch

00:12:08: oder?!

00:12:10: Wann er sich seinen Sitz im Kanadon Kapitel angelte mit den lukrativen Fründen, sprich Einkommen aus dem Besitzung des Kanadonn-Klosters ist nicht bekannt weil das sich zusätzlich ergattet hat.

00:12:20: Was man weiß dass er auf Seiten seines Vorgängers Erzbischof Engerbert von Falkenburg kämpfte als dieser bei Zilpig, zwölfhört siebensechzig in Gefangenschaft geriet.

00:12:30: und auch Siegfried geriet hierbei hinter Gittern was ich oft genug vergesst und euch nochmal hier klar machen möchte.

00:12:37: unbedingt Anders als heute sind die damaligen Erzbischöfe meist nicht studierte Theologen, sondern eben Hoch-Aligge.

00:12:45: Zwei zu geborene, drittgeborene oder so was... Die mit allen Wassern gewaschen waren!

00:12:51: Das Siegfried wie auch sein Vorgänger in Schlachten persönlich mitkämpfte zeigt vor allem diese Jungs waren der Kriegskunst geübt und wussten durchaus sich auch in Schlachtens zu behaupten.

00:13:02: Und die Begleiterscheinung die dann mit ein Herr ging wie Angst, Hunger, Kälte, Ermüdung usw.

00:13:10: waren sie wohl gewöhnt – das behauptet zumindest die Könner Bischofskronik über Siegfried von Westerburg, dass er das abhaben konnte.

00:13:18: Der Amtsantritt für Sieg Fried vom Westerbog war wirklich kein leichter!

00:13:22: Er hatte sich zwar durchgesetzt, musste aber sicherlich noch das eine oder andere Herz erwärmen können als Bestum immer im Hangar neunzig Prozent der Stimmen gegen ihn gewotet.

00:13:32: Er war damit schlagartig dennoch einer der mächtigsten Reichsführsten seiner Zeit.

00:13:36: Aber sein Vorgänger Engelbert von Feikenburg hatte dem neuen Erzbischof einen Scherbenhaufen hinterlassen.

00:13:44: Die Residenzstadt Köln, die dem Erzpistum und dem weltlichen Besitzungen dem Erdstürf den Namen gab, hatte heftig mit beiden von Siegfritz-Anzvorgängern gekämpft.

00:13:54: Auch wenn sein Anzvorgeger Engelber Tod war, galt das Interdikt über der Stadt weiterhin!

00:13:59: Auch in anderen Teilen seines Herrschaftsgebiet war die Lage prekär.

00:14:02: Die Vaseilnis-Könner Erzbischofs betrieben seit Langem eine eigene Territoriapolitik und hatten das Ziel, den Erzbeschuf von Könners mächtigsten Herrscher in der Nordwestecke des Reiches zu beschränken oder eben auch zu verdrängen – sei es die Grasche auf Berg, der Graf von Jürlich oder gar der Herzog vom Braband.

00:14:23: Über allem Rheinland und den Westfalen stand die weltliche Macht des Erzbschurfs unter enormem Druck voraus Und in.

00:14:30: Wie würde Siegfried auf all diese Gefahren und Herausforderungen reagieren bzw.

00:14:34: dagegen vorgehen?

00:14:36: Mit Plumpergewalt für sein Amtsvorgänger?

00:14:38: Nein, ganz und gar nicht!

00:14:40: Also natürlich gewaltlos war Siegfred in seinen Anfangsjahr nicht aber er war sehr viel klüger im Taktieren und Agieren.

00:14:46: Und was soll ich sagen?

00:14:47: nun Leute wäre ich sein politischer Berater gewesen jederzeit hätte ich ihm mit wenig Ausnahmen und dem Wissen von heute kaum besserer Handlungsratschläge geben können.

00:14:57: Der neue Herrscher des heiligen Römischen Reiches.

00:14:59: Rudolf I. von Habsburg war ein bekennender Unterstützer der Städte in seinem Reich, er hoffte sich damit die Städter als Gegengewicht gegenüber dem Adel und der Amtsköche aufzubauen um seine eigene Herrschaft zu sichern.

00:15:13: und somit war er auch gegenüber der Stadt Köln und dessen reiche politisch führende Einwohnerschaft sehr positiv gesonnen.

00:15:19: das war noch unter den Stauffahren beispielsweise unter Friedrich II ganz anders.

00:15:24: Wenige Wochen nach Engelberz tot Und damit noch vor der Wahl von Siegfried als neuen Erzbischof von Köln hatte, König Rudolf I., der Stadt Kölnen großzügige Privilegien ausgestellt.

00:15:34: Am achten November, zwölfhundvier und siebzig verkündete er Handelsprivilegium im Reich für Kölner Kaufleuten versprach felsenfest, als König einer Seite Kölns zu stehen – ihr Hab und Gut zu schützen!

00:15:45: Und jetzt kommt der Hammer!

00:15:47: Er formulierte das in der Urkunde ausdrücklich.

00:15:50: Er würde der Stadt-Köln helfen, sollte ihr eigener Erzbeschuf oder ein äußerer Feind der Stadt, ja Böses tun die Stadt zu Unrecht angreifen.

00:16:02: Das ließ sich ja fast schon als ob Köln nun bereits eine freie Reißstadt unter direkter Kontrolle des Königs wäre.

00:16:10: Dem war natürlich noch nicht so aber der Erzbischof von Kölnen das statt oberhaupt klingt hierbei in dieser Urkunde wie ein potentieller Störfaktor in dieser Beziehung zwischen König und Stadt den man notfalls in die Schranken zu weisen habe vom Königlicher Seite aus.

00:16:23: Und das ist wirklich ein Hammer!

00:16:26: Rudolf I. machte das natürlich nicht, wie gesagt unter Hintergedanken.

00:16:29: er hatte erkannt dass man Städte als Machtmittel des Königs gegenüber dem mächtigen Reisadel für sich verein nehmen konnte.

00:16:37: so hoffte man sich der stets spinnen Königsmacht im Reich vorzubeugen.

00:16:41: mit welchem Erfolg das soll hier nicht bestand ja unserer Diskussion sein.

00:16:46: Ein Engelbeert hätte vielleicht darauf mit einer weiteren verzweifelten und unüberlegten Aktion drauf reagiert, also so wie sich der König Rudolfs Verhalten hat.

00:16:54: Aber was tat sein Nachfolger Siegfried von Westerburg?

00:16:57: Er nahm es erst einfach mal hin – und analysierte!

00:17:02: Und er ging deutlich auch weiter als das.

00:17:05: Nicht nur er kannte er das königliche Privileg für Köln.

00:17:08: an Rudolf Seite erhobt zu seinem Amtsantritt im Frühsommer, zwölfundfünfundsiebzig genauer gesagt am zweiten Juni, die ganzen Kirchen strafen für Köln auf.

00:17:19: Also auch das Interdikt als Zeichen des guten Willens zur Beginn seiner Herrschaft.

00:17:26: Damit waren endlich nach langen sieben Jahren offiziell wieder religiöse Handlungen offiziel möglich also auch jene Handlung die auch unseren Alltag bis heute betreffen aber meist in staatliche Hand sind wie Hochzeiten, Beerdigungen.

00:17:40: Natürlich auch geistliche Dinge wie Taufen und generell auch Gottesdienste einfach die man ja als guter Christ besuchen muss für sein

00:17:47: Seelenheil.".

00:17:49: Damit machte der neue Erzbischof echt bodengut bei den Menschen in Köln.

00:17:54: Am fünften Juni, twelvehundertfünfundseipzig setzte Erzbeschuf Siegfried von Westerburg aber noch einen drauf.

00:18:01: Der Erzbschuff und die Stadt schlossen ein Freundschaftsvertrag – einem Bündnis Was bis zwölfhundert achten Achtzig, ja ihr wisst welches Schicksaljahr es ist.

00:18:11: Aber bis dann solltet dieser Freundschaftsvertrag halten.

00:18:14: Untypisch eine so lange Friedenszeit zwischen reicher Bürgerschaft und Stadthernen im Köln des dreizehn Jahrhundertes.

00:18:21: aber hier haben wir sie schon im kleinen großen Schied war man sich in den letzten Jahren auf Augenhöhe begegnet hat statt Kölner und Erzbischof dieses mal aber unter friedlicheren Voraussetzungen diesem Freundschaftsvertrag und vor allem zum Vorteil beider Seiten.

00:18:37: Wie typisch für solche Vereinbarung wohnen die alten Rechte.

00:18:41: erst einmal bestätigt, uns bereits hier bestens bekannt

00:18:44: u.a.,

00:18:45: dass nicht Ausliefern von Kölner Bürgern verauswertige Gerichte es gab Zoll- und Handelsprivilegien und das man als Kölnerschaff nicht in Haft für die Schulden des Erzbischofs genommen werden kann.

00:18:55: also wenn jetzt Stammt im Jahr zwölfundzeigundzwanzig.

00:18:59: Unser Oberbürgermeister Thorsten Boermeester, wo Schulden hat, wäre es im Mittelalter also nach mittelhaltigen Vorstellungen möglich dass man einen Kölner im Ausland ja erpressen könnte die Schulden seines Oberbürger Meisters zu bezahlen?

00:19:13: das ist heutzutage zum Glück nicht mehr so.

00:19:15: Ja Also wir sehen erst einmal Sieg von Westerburg bestätigt alles was sich die Köln-Bürgerschaft seit tausendfünfundsiebzig Schritt für Schritt über fast zwei Jahrhunderte erkämpft hatte.

00:19:28: Die Stadt Köln wiederum überreichte ihrem Stadthern die Versicherung, dass sie ihn als obersten Richter und Stadtherren ansahen.

00:19:37: Das klingt doch echt gut oder?

00:19:39: Beide Seiten versichern sich jeweils die Rechte des anderen zu achten, zu ehren und stecken hierbei aber auch ihre Grenzen ab!

00:19:46: Auch innerhalb der Stadt blieb alles wie gewohnt – das Schöffen-Kolligium was eigentlich ein auf den Erzbischof Alkes kommunales Gremium war.

00:19:53: ursprünglich durfte weiterhin selbst bestimmen, wen sie da in ihre Mitte aufnahm.

00:19:59: Das kann natürlich ein Oberstolz in ihrem verbündeten Recht die damit weiterhin freie Hand dort hatten seit der gewonnenen Schlacht an der Röhreforte hatte.

00:20:08: Konrad von Hochstaden, der Vorvorgänger von Siegfried von Westerburg gewaltsam die Münzhauer Genossenschaft zerschlagen und seine direkten Kontrolle unterstellt.

00:20:16: in Köln waren diese nun auch wieder unabhängig darin Erzbischofliche Münze zu schlagen in Kölner Pfennig.

00:20:24: Und ebenso waren sie wieder erlaubt, sich selber zu verwalten.

00:20:28: und was wirklich außergewöhnlich war der Erzbschuf erlaubte es der Stadt auch dass man weiterhin nicht Kölnern von ausserhalb zu Edelbürgern anannte ein in jüngster Vergangenheit beliebtes Mittel der Kölners Patrizier sich damit auswertige Adlige wie ihm den Grafen von Jülich als Verbündetnis zu gewinnen ohne das jetzt ein Bündnis zu nennen so und zu sagen Ne Junge von Kölner, ne?

00:20:53: Apropos Jülich.

00:20:54: Mit ihm hatten vor allem die Oberstolzen deren Verbündete gut zusammen gearbeitet.

00:20:59: Auf dessen Burg in Niedegen hatten schon zwei Kölner Erzbischöfe sich im Gefangenschaft befunden sehr zu voll der Oberstoltze.

00:21:06: Das heißt aber nicht dass das Zweckbündnis nicht immer reibungslos verlief zwischen Kölne und Jülig.

00:21:13: In Auseinandersetzung gegen Engelbert vom Falkenburg hatte es Graf Wilhelm IV.

00:21:18: von Jüligh sich nicht nehmen lassen die Lage im Kölner Umland auszunutzen und direkt im Köllner Norden eine neue Burg zu richten.

00:21:26: Eine illegale Burg!

00:21:29: Denn von je her war es das Ziel der umliegenden Herrscher hier am Rhein, sich Richtung Rhein auszuweiten und das damit Burgen abzusichern.

00:21:37: Also wenn ich irgendwo ein Gebiet unter Kontrolle bringen will, baue ich da erstmal ne Burg hin so wie heutzutage das Startfinanzenterhalt baut.

00:21:46: Die umliegenden Herrscher des Erzbischofs von Köln, die ja auch seine Untertale eigentlich waren, taten müssen.

00:21:52: Der Graf vom Berg tat es auf rechtsrheinischer Seite und der Graf von Jürlich auf linksrheinische Seite ebenso.

00:21:58: Damit wurde auch Worringen jetzt in den Fokus genommen, denn Worring war ein direktes Gebiet des Könner Erzbeschoffs und Teil des Erztstörfs.

00:22:08: Dieser Umstand das auf dem Gebiet Eine fremde Burg-Stand, das war dem Erzbischof von Köln jetzt ab zu vorm Sechzigzig für Westerburg natürlich ein großer Dorn im Auge.

00:22:22: Aber nicht nur ihm auch den Kölner Geschlechter vor allem störte es dass hier eine Burg stand egal wem sie gehörte.

00:22:30: Es war eine Burg und eine Burg ist immer ein Mittel zur Kontrolle Immer eine Bedrohungfilm regionalen und überregionalen Handel Denn diese Burg steht in einer Wichtigen Straße einer ehemaligen Römerstraße und vor allem nah des Rheins, also der Handelsstraße überhaupt für die Kölner Händler.

00:22:51: Denn in dieser Richtung kann man zum Niederrhein in die Niederlande reisen, also die heutige Niederrande und gerade die Nordsee und damit Englands erreichen.

00:23:00: Und wenn dieser Weg blockiert wird egal von welcher macht auch immer dann ist es ein Problem für Köln.

00:23:06: Der listige Siegfried erkannte als das Potenzial was sich ihm hier bot.

00:23:10: Ihr kennt doch meinen alten Spruch.

00:23:13: Köln ist immer flexibel, was Loyalität angeht.

00:23:16: Das war beim Batava-Aufstand so im Vierkaiserjahr.

00:23:23: Ich hoffe ich rede keinen Unsinn.

00:23:26: Und das bewiesen sie auch hier.

00:23:28: Am neunzwanzigsten November zwirfersechsenzig stellte der Kölner Erzbischof den Kölners eine Urkunde aus in der er versicherte dass er Siegfried von Westerburg, die jüdische Burg bei Worringen zerstören würde.

00:23:44: Sollte sie je in seine Hand gelangen?

00:23:47: Und wie erobert man eine Burg in jener Zeit im Mittelalter?

00:23:51: Nun aus Filmen wie Header-Ringen oder Game of Thrones kennt ihr das bestimmt, dass mal mit Sturmangriffen... Na Belagerungsmaschinen lässt man dabei auch schon oft weg!

00:23:59: Man rennt einfach drauf zu und irgendwie metzelt man sich durch.

00:24:02: dann hat man die Bucke erofert.

00:24:04: Das ist natürlich militärtaktisch gesehen eine absolut dumme Idee.

00:24:08: dabei würden, glaube ich alle Angreifer in den ersten zehn Minuten sterben.

00:24:12: Da tat der Erzbischof etwas was man in jeder Zeit dann wirklich tat wenn man eine Burg erobern wollte die einen störte.

00:24:19: Man baute einfach Uno Reverse Cards noch eine Burg nämlich seine eigene Burg direkt daneben um dann diese Burg zu bedrohen ja einer sogenannte Gegenburg oder Trutzburg.

00:24:33: War diese Gegenburg errichtet, hat man das was eigentlich die Ursprüngliche Burg vorhatte.

00:24:38: Nämlich die Macht in der Region auszuüben und natürlich den ursprünglichen Burg das Wasser abzugraben zum Teil sogar wortwörtlich.

00:24:48: Beispielsweise wenn man sie höher gebaut hatte oder günstig gelegen gebaut hatte dann beschoss man sie von der eigenen Burg aus.

00:24:58: Oder man nutzte seine eigene Gegenburg um die andere Burg zu belagern.

00:25:02: Also das hat man gerne dann gemacht, ne?

00:25:04: Belagern aber nicht mit Sturmangriff angreifen oder so was.

00:25:09: Ja!

00:25:09: Aber aus Sicht der Stadt Köln war es jetzt doof denn nun gab's nicht nur eine Burg im Norden von Kölnen bei Warringen sondern zwei.

00:25:17: und auch wenn der Erzbischof hierher sprach dass in der Okonne von zwölfundsechsten siebzig dass er seine eigene Burg abreißen würde soweit er die jüdische Burg erobert habe Ja, war das irgendwie nicht ganz schön.

00:25:31: Und das liebe Leute diesen Umstand müsst ihr euch merken diese zwei Burgen... Das ist ja etwas was den Kölnern überhaupt nicht gefällt und das wird ein großer großer Streitpunkt werden.

00:25:42: Aber erst einmal hatte er damit der Erzbischof von Köln die Kölnder Bürger mit beschwichtigt.

00:25:47: Er würde sich um jüdischer Burg kümmern dann sind eigene zerstören.

00:25:51: So ich glaube dass habe ich jetzt irgendwie klar gemacht es wieder so eine Strategie und so ist immer manchmal bisschen kompliziert zu erklären.

00:25:59: Auch außenpolitisch hatte Siegfried vom Westerburg wie gesagt Sorgen bei seinem Amtsantritt.

00:26:04: Viele der eigentlichen Vaseilen der Körner Kirche, also das Körne-Herzbischofs waren ihm im Siegfurt von Westerburgr in offener Feindschaft gesinnt und auf halben Weg schon die Unabhängigkeit sei es Jülich, Berg, der Landgraf von Hessen bis hin zum Bischof von Paderborn.

00:26:21: Siegried kam dem aber ebenfalls geschickt zuvor indem er jeweils mit den Erzbeschülfen Und Trier und dem Bischof von Münster, Bündnisse schmiedete.

00:26:30: Und eben diese Gegner einkreiste und damit einhickte.

00:26:38: Damit liebe Leute wie ich es vorhin gesagt habe finde ich hatte Siegfried vom Westerburg als Neuer Erzbischof vom Köln vieles richtig gemacht.

00:26:45: zu beginnen innen- und außenpolitisch hat er sich bestmöglich abgesichert und konnte jetzt in Ruhe Politik betreiben.

00:26:54: Das tat er auch!

00:26:55: Zuerst wandte er sich gegen diese lästige Burg des Grafen von Jülich im Norden Köln bei Wörringen.

00:27:01: Im Herbst, zuvor siebzig marschierten Aufgebote des Erzbischofs gemeinsam mit städtischen Aufgeboten Kölner Bürger zur Jülicher Burg nach Wörringen.

00:27:10: Nach nur wenigen Tagen gelang es den Kölners die Jüliche Burg einzunehmen – die hatten wohl nicht genug Vorräte und fleißig machten sie sich am zwölf, noktober zwölfer sieben Siebzig auf, diese Jüdicher Burg niederzulegen als die Kölner Bürger damit fertig waren und nun zur Erzbischofischen Burg gehen wollten, um auch diese abzureißen wie es ja eigentlich vereinbart war.

00:27:34: Welche Überraschung der Erzbeshof, Sieg von Westerburg sagte nein ich verweigere das!

00:27:40: Und damit brach der Kölnern statther.

00:27:44: eines der zentralen Versprechen was er der Körner Bürgerschaft vor zwei Jahren gegeben hat.

00:27:49: Das müsst ihr euch mal merken.

00:27:51: Ich bin mal auf eure Diskussion, eure Meinung gespannt.

00:27:54: Er später wehen irgendwie verraten würde an welcher Stelle was Worringin angeht.

00:27:59: So dadurch brach jetzt nicht der Freundschaftsvertrag den Köln und der Erzbischof geschlossen hatten.

00:28:09: Aber ich finde schon dass er jetzt in zentraler Punkt nicht erfüllt wurde.

00:28:14: Dennoch der Vertrag sollte bis zwölfund achtund achtzig andauern mit einigen Verlängerungen die man dann hin und wieder gemacht hat.

00:28:21: Aber diese Aktion, die eigene Trutzburg nicht abzureißen, hinterließ bei den Kölnern doch einen bitteren Nachgeschmack was ihren eigenen Erzbischof anging und seine Treue und seine Verlässlichkeit.

00:28:32: Ein Nachgeschmak, dem man nicht vergessen würde!

00:28:36: Hätte Siegfried von Westerbrock geahnt, was das für Auswirkungen haben würde?

00:28:40: Für ihn und seinen Vermechnis.

00:28:43: Hat er sich vielleicht noch mal überlegt ob das wirklich die richtige Entscheidung war seine eigene Burg dastehen zu lassen?

00:28:50: Weiter wollen wir jetzt hier mal nicht vorgreifen.

00:28:53: Kommen wir also zum Highlight dieser Folge zu einer schönsten Hilfswissenschaften der Welt, der Zvragistik!

00:29:01: Also der Siegelkunde nach einer kurzen Trinkbause – was doof es war ich habe hier nix zu trinken?

00:29:14: Erinnert ihr euch noch an die Schlacht an der Örepforte im Jahr zwölf und achtundsechzig, der Kampf zwischen den Weisen von der Müllengasse in Verbunden mit dem damaligen Erzbischof Engelbett vom Falkmuck auf der einen Seite gegen die Oberstolzen mit ihren verbündeten Patrizielfamilien und den Zymphen auf der anderen Seite.

00:29:30: Und wisst ihr, was der Schlacht vorausgegangen war?

00:29:33: Richtig!

00:29:34: Die bisher Tonangebenen Weisen von der Mühlingasse hatten das Stadtsiegel-Klaut.

00:29:39: Also nicht dass Digger in sich, das hängt an sehr vielen Urkunden könnt ihr auch im Stadtarchiv euch noch anschauen.

00:29:46: aber... Was sie geklaut hatten und was dann verloren ging verschollen ging wirklich für immer.

00:29:51: ist der Stempel also Das Instrument der Gegenstand, den man braucht um dieses Siegel herzustellen.

00:29:58: Ja und erst haben die Weisen von dem Mühengas das nicht mehr herausgerückt und dann als sie aus Köln vertrieben wurden ja haben sich das Siegeln nicht mit zurückgegebenes Verschollen eben bis heute.

00:30:10: Das ist ein echtes Problem denn ohne Siegel ist Kölner im dreizehn Jahrhundert praktisch handlungsunfähig.

00:30:15: das wäre so wie wenn die Kölners Stadtverwaltung kein Papier mehr für ihre Fax Geräte hätte.

00:30:20: es musste also einen neuen Stadtsiegel her.

00:30:23: Und was soll ich sagen, Leute?

00:30:25: Sie haben sich ein neues Siegel gemacht und es ist wunderschön.

00:30:29: Danke übrigens an Juja, die mir vor einiger Zeit per Post Nachbildung des Kölner Stadtziegels geschickt hat – sowohl das romanische Stadtsiegel als auch das skotische Stadsiegel.

00:30:40: Fotos davon von diesen Nachbildungen des Stadt-Siegels packe ich natürlich auf meine Homepage Geschichte.köln mit OE geschrieben nicht mit Ö. Anders als heute sind mehr als nur hübsche Stempel.

00:30:54: Mittelalterliche Siegel sind von manchen gar als der Mikrokosmos, der Kultur bezeichnet worden, denn an ihnen lässt sich so vieles ableiten an diesen Siegeln – Herstellungstechniken, Ideengeschichte, Inkonographie, Selbstverständnis-, Rechtsvorstellungen und vor allem natürlich Kunstvorstellung.

00:31:13: Doch das geht eigentlich nicht nur fürs Mittelalter!

00:31:15: Für die Geschichte der Menschheit sind Siegel nicht klein zu reden.

00:31:18: Siegels sind älter als die Schrift, die der Mensch irgendwann mal erfunden hat vor ein paar Tausend Jahren.

00:31:23: Zwischen Euphrat und Tigris dienten Siegel bereits als Erkennungszeichen lange bevor sie dort auch einen Schriftsystem entwickelt haben – sie waren ja die ersten glaube ich, die das hier entwickelt haben.

00:31:33: Ähnlich war es auch im alten Ägypten.

00:31:35: Siegel dienen dazu etwas zu verschließen, physisch und auch zu beglaubigen.

00:31:42: Im Rheinland kam Siegel erst mit den Römern in Mode.

00:31:45: Durch ständigen Austausch übernahm dann auch die germanischen Völker jenseits der römischen Herrschaft Siegel eben als Mittel der Dokumentation des Rechts und so weiter und sofort.

00:31:57: Aber gut, lassen wir den nächsten Kurs!

00:31:59: Wir sind jetzt hier im Mittelalter.

00:32:01: Lange Zeit hatten nur Könige und Päpste Siegel gehabt – dann auch zunehmend Bischöfe herzügendreiche Klöster im Verlaufen des Frühmittelalters.

00:32:10: Nun hier im Hochmittelalter, beginnenden Speltmittelalter haben auch bedeutende Städte wie Kölner eigenes Siegel.

00:32:17: Siegel sind hier also ganz wichtig denn mit so einem Siegel kann man auf Augenhöhe mit dem mächtigen Verhandeln und Urkunden ausstellen.

00:32:26: vor allem wenn die Stadtverträge in anderen Städten Herrscher oder gar den Erzbischof aushallend möchte braucht man schlichtweg ein Siegel sowie den guten alten Firmenstempel auf der Arbeit.

00:32:37: Man kippt Das heißes flüssiges Wachs wohin, drückt mit dem Siegelstempli hinein und das Siegel entsteht.

00:32:44: Erst damit gilt eine Urkunde als rechtsgültig!

00:32:47: Da kann alles drinstehen, da können alle Unterschriften drin sein, alle Floskeln.

00:32:51: erst das Siege macht das Ding offiziell

00:32:53: rechtsgürtig.".

00:32:55: Das alte romanische Stadtsiegel Cullens – was um das Jahr elevenhundertviertzehn entstanden war wie gesagt – war aber jetzt verschwunden.

00:33:02: So machte man nach zwölfundsechzig ein neues Stadt-Siegel oder besser einen neuen Siegelstempel, diesmal mit einem gotischen Motiv.

00:33:12: Und Ohrfreude dieser Siegelstempel ist bis heute erhalten!

00:33:15: Er befindet sich heutzutage im Besitz des kölnischen Stadtmuseums und gilt für viele Forscherinnen und Forscher als eines der ästhetisch schönsten Stadtsiege überhaupt – ich kann das persönlich nicht einschätzen da bin ich bei es, dafür müsste ich aber auch alle Stadstiege mal gesehen haben die es so gab in jener Zeit.

00:33:34: Was muss ein Stadsiegel denn so bieten?

00:33:36: Es muss so gestaltet sein, dass es schwerstmöglich ist zu fälschen.

00:33:41: Das heißt das man hierbei höchste künstlerische Ansprüche hatte an sowas.

00:33:46: und wer kann sowas machen?

00:33:47: So ein Siegel herstellen?

00:33:49: Das waren vor allem Goldschmiede!

00:33:51: Und eine oder mehrere Goldschmiehen in Köln fertigten, zwölfund achten sechzig dieses neue gotische Stadtziegel an.

00:33:58: Aber schauen wir doch einmal was man auf diesem Stadtziegel eigentlich sieht.

00:34:02: und nein Wir haben hier noch nicht das Stadtwappen.

00:34:06: Was wir heute haben, ist sehr was anderes.

00:34:08: Stadtwappen und Stadtsiegel sind nicht das gleiche.

00:34:11: So, sprechen wir mal vom Stadtsiegel, was ist da drauf?

00:34:14: Wir sprechen hier vor allem von der Vorderseite.

00:34:16: Es gibt nämlich eine Vorder-Seite in der Rückseite bei so einem Siegel.

00:34:20: Wir sprechen aber hauptsächlich von der vorderseiten, der positiven Seite des Stadtsiegels.

00:34:25: Genau wie im romanischen Vorgänger sitzt hier im Siegel in der Mitte der heilige Petrus auf einem Thron umgeben von einer Stadtmauer geschützt durch einen gotischen Baldachin, einem Zierdichtlein.

00:34:39: Welche Stadtmauer hier zu sehen ist?

00:34:40: Man könnte natürlich meinen der heilige Petrus sitzt hier im Siegel innerhalb der Könner Stadtmauer logischerweise erster Stadtpatron von Köln.

00:34:48: Man isst ja auch stolz auf die größte mittlerliche Stadtmeuropas, die kein äußerer Feind bisher überwinden konnte.

00:34:55: Das wäre ein Erklärungsansatz.

00:34:56: welche Mauer das ist hier im Stadtsiegel?

00:34:59: Einen anderen Erklärungssatz finde ich hier aber nicht ganz verkehrt.

00:35:03: Von der Darstellung her hat man sich nämlich bei der Mauer an der Stadtmauer des himmlischen Jerusalem orientiert.

00:35:10: Denn die dargestellte Mauer samt Türme und Stadttore auf dem Siegel sehen kaum der Kölner Stadtmau ähnlich, was einen schlutzen lässt denn die Körner Goldschmiede, die das Diegel ja erstellt haben, hätte direkt vor Ort sich diesbezüglich erkundigen können wie dann so die Kölners Stadtmower aussieht logischerweise.

00:35:31: Stadtmauer die ganz und gar anders aussiedelt, die lieber uns war.

00:35:36: Köln als Nachbildung also des himmlischen Jerusalems Das ist nicht ganz so abwegig dass man das anstrebte oder das so verstand.

00:35:45: Nicht umsonst hat Kölnen in seiner eigenen Stadtmau ab Elferd-Achzig sich zwölf landseitige Statttore einbauen lassen.

00:35:52: Diese hohe Anzahl an Statttauren war für die damaligen Verhältnisse absolut überdimensioniert Um militärisch unnötig, beziehungsweise jedes einzelne Stadttor bildet ja einen Schwachpunkt ermöglichen.

00:36:04: Im weiteren Verlauf der Stadtgeschichte würde man sogar nicht wenige der nicht benötigten Stadthore gar nicht mehr öffnen bzw.

00:36:12: sogar ganz zu mauren allen voran auch jene Ulgupforte die man im Speltmittelalter von einem Stadttor in eine Windmühle umwandeln würde.

00:36:22: wer also hier im Süden Kölns raus wollte musste entweder zum Wehrtor oder zum silberen Store gehen.

00:36:29: Also das Siegel, das hoch, das skotische Siegelsstadt Köln zeigt den heiligen Petrus sitzend auf einem Thron unter einem Baldachlin und umgeben von einer Stadtmauer um das Kreisrundesiege herum verläuft ähnlich wie auf der Vorderseite der alten fünf Demak-Münze.

00:36:46: die älteren von uns erinnern sich sicherlich noch und ich gehöre leider wirklich auch dazu ja darauf ist ein Schriftzug zu sehen der in Latein verfasst war also Nicht auf der Fünf D Mark Nünze war es auf Latein, aber so vom Design her, wie das Schriftzug zu und herum ging.

00:37:01: Tja was da drauf steht auf diesem Siegel?

00:37:04: Das klingt echt sexy vom Klang her!

00:37:07: Ich lese es mal vor sorry meine Primärquellenstimme ist gerade verhindert.

00:37:13: sie sorgt dafür dass ich gerade diese Folge hier auch aufnehmen kann.

00:37:17: Also was steht da?

00:37:18: Zitat Sankta Colonia de Grazia Romanei Ecclesii fidilis fidia.

00:37:25: übersetzt im heutige Deutsch, steht da heiliges Köln von Gottesgnaten der römischen Kirche betreue Tochter.

00:37:34: Wenn dieser Spruch nicht das Selbstverständnis des mittlerlichen Kölns darstellt in einem Satz dann weiß es auch nicht!

00:37:42: Diese Heiligkeit, das hatte ich ja auch schon in der vorigen Folge versucht euch zu erklären die hatte in den Augen der Zeit genossen.

00:37:48: nicht nur die Kirche allein für sich gepachtet Auch die Stadt Kölner selbst und ihre Einwohner und ihre weltlichen Institutionen sahen sich Ideen geschichtlich, eng mit dem Begriff verbunden in einer heiligen Stadt zu leben.

00:38:02: Heiliges Köln also!

00:38:03: Was bedeutet das eigentlich?

00:38:05: Der Begriff den wir seit dem neunten Jahrhundert zurückverfolgen können ist ein komplexes Thema.

00:38:10: Wer hierzu nochmal seinen Wissen auffrischen möchte wie Kölne zu einer heidigen Stadt wurde, dem sei meine Podcast-Folge mit den Epochentrottern ins Herz gelegt.

00:38:19: die Folge findet ihr als schnipste Folge zwischen Nummer drei und siebzig.

00:38:24: Ebenfalls schwillt über den heiligen Petrus selbst die zwei Worte Sanktus-Petrus, was das bedeutet muss ich euch aber jetzt glaube nicht übersetzen.

00:38:34: Nicht nur das Design der Ikonografie des Stadtsiegels ist interessant auch die Größe sagt etwas über das eigene Selbstbewusstsein als Stadt aus.

00:38:43: es ist wie gesagt rund und hat einen Durchmessern von zehn Kommandoen Zentimetern.

00:38:49: damit ist es eine der größten Stadtziegel überhaupt die wir kennen.

00:38:53: Wenn ihr es euch mal anschauen wollt, wie gesagt auf meiner Homepage gibt's ein Foto Geschichte.göl.

00:39:00: oft weniger betracht in Forschung und Literatur ist die negative Seite also die Rückseite des Stiegels.

00:39:05: das war eine Art und Weise dem Missbrauch des Stiegel zu verhindern.

00:39:08: Es wäre handtäckig gesehen gar nicht schwer das Stiege was mit mehreren Korder einer Pergamenturkunde angebracht war abzumachen.

00:39:16: einfach eine neue gefälschte Urkunde dran zu machen ist vorgekommen.

00:39:26: Das Gegensiegel diente dazu also Fälschung zu verhindern.

00:39:33: Wenn man einen Siegler einer Urkunde anbrachte, wurde die Vorderseite vorne und das Gegensiegel hinten dran gepappt wo die Korte dazwischen war Und dadurch konnte man ein echtes Siege nicht einfach abmachen und an der gefälschte Urkunde kleben, weil er dann das Gegensiegel fehlen würde.

00:39:51: Das Gegensiegel war aber deutlich kleiner und bescheidener gestaltet.

00:39:56: Es waren nur vier Komma-vier Zentimetern durchmessergroß und ebenfalls kreisrund.

00:40:00: auch hier ist der heilige Petrus zu sehen, aber nur als Halbfigur quasi ab der Hüfte.

00:40:05: Keine Stadtmaus jetzt zu sehen noch kein Dach ist über Petrus' Kopf.

00:40:10: eine Umschrift hatte er dennoch Die war aber anders als auf der Vorderseite, sehr nüchternbürokratisch.

00:40:15: Sanctus Petrus Contral Sigillum Civitatis Colonienses also das steht einfach der heilige Petrus gegen Siegel der Stadt Göln.

00:40:25: sehr amtlich bürokritisch gehalten.

00:40:26: auch hier ist er Siegeltstempel erhalten und dem besitz des Kölner Stadtmuseums.

00:40:40: So liebe Leute belassen wir es doch für heute.

00:40:43: sondern eine nette Folge finde ich.

00:40:45: ihr wisst Es ist jetzt Sommerpause Im September kommt keine chronologische Folge.

00:40:51: Wie gesagt, ich habe ein Sommerpausenprogramm für euch fertiggestellt.

00:40:55: Ich glaube dass es euch sehr gefallen wird.

00:40:57: Ich bitte euch wirklich gibt den beiden Folgen die sehr unterschiedlich sind Wirklich eine Chance und hört sie euch durch Und wenn es zum Einschlafen ist das haben diese beiden folgen.

00:41:08: mehr als verdiente Arbeitsaufwand war für mich persönlich enorm dabei.

00:41:14: Ja Was steht als nächstes an?

00:41:16: Nach der Sommerpause, das könnt ihr euch denken.

00:41:18: Wir machen den langen Weg nach Worringen.

00:41:20: Der Schlag von Worring in zuhundert und achtundachtzig Ja!

00:41:22: Und ich werde nicht nur die Schlags selber darstellen Ich werde auch sehr viel historische und politische Hinterrunde geben und ja... Das wird ein paar Folgen wir andauern.

00:41:34: Das wird dann quasi nicht mehr eine Geschichte des Stuttgönns sondern eine Geschichte der Schlag vom Worringe.

00:41:39: Aber das Tolle ist dass da wirklich viel zu recherchiert worden ist, erforscht worden ist.

00:41:45: Vor allem in den Jahren und achtundachtzig als man das siebenhundert Jubiläum dieser Schlacht ja nicht gefeiert aber ihre gedacht hat.

00:41:54: Vielen Dank an Wolfgang die netten Polizisten aus der Zweikoststraße Christian Jürgen Aron Anche Tatjana Christian und Bianca.

00:42:05: vielen dank auch meine Stadis diesen Podcast mit ihrer Mitgliedschaft auf dieser Plattform langfristig unterstützen.

00:42:10: Sie erhalten dazu je nach Beteiligungsgrad in Leserzeichen, eine kostenlose Audio-Guide Tour durch das römische Köln und ich bin jetzt auch mit meiner mittelatelischen Audio-Guide tour durch das ja mitteladliche Kölnen fertig.

00:42:22: Und ich spiele mir danken dass dem dritten, dem höchsten Big League Spideshoffs Tier zuzuordne.

00:42:30: da muss man noch warten bis die Tour wirklich fertig ist und ob sich das dann verwirklichen lässt.

00:42:37: Daher vielen lieben Dank an MKL Judith Sascha Hans, Christian Sibylle Stephanie, Thilo Ernst-Victoria Claudia Uschi Uwe Georg Michael Alexander Markus Detleff Michel Lyuba Randolph Maren Dominique Ernst Axel Lukas Claudia Nora Thomas Frank Rainer Roland Thomas Natja Heinrich Tom Lesia Katrin Marcus Michael und Rogier für eure Unterstützung auf Steady.

00:43:01: Was diente mir dieses Mal als Literatur für diese Folge zu einem der Klassiker Karl-Dietzmer und Hugo Steeckampers Köln im Hochmittelalter?

00:43:09: Werke von Toni Dierrich, dem Experten für Siegelkunde.

00:43:12: Einmal seinen Vortrag vom neunten November des Jahrhunderts, zum Bedeutung des Siegelwiesens in Kölnen und im Rheinland was es abgedruckt als Büchlein zu kaufen gibt.

00:43:21: Andererseits sein wissenschaftlichen Artikel zum gotischen Stadt-Siegel im Buch Quellen zur Geschichte der Stadt Kölner Band I herausgeben von vor der fein Geschichte in Köln.

00:43:29: Toller Verein, bin da selbst schon lange bevor ich mit dem Podcast begann, Mitglied drinnen.

00:43:33: Falls ihr bis hierhin gehört habt, gönnt euch mal ein Donut!

00:43:36: Ihr kommentiert einfach wo ihr diesen Podcast hört.

00:43:40: wenn ihr dort kommentieren könnt mit einem Donut die Folge würde mich sehr freuen.

00:43:43: dann weiß ich wer bis hier hin gehört hat bis zum bitteren Ende.

00:43:47: ja empfehlt mich weiter bitte dass es besser sein machen könnte und alle links usw.

00:43:52: sofort findet ihr den Show notes dieser podcast folge.

00:43:57: Ich bin jetzt in der Sommerpause, gehabt euch wohl und malet ihr.