Der Podcast über die Geschichte der 2.000 Jahre alten Stadt Köln
00:00:00: Ein Reich im Umbruch, das mittelalterliche Deutschland vor der Schlacht von Worringen.
00:00:05: In dieser Folge behandeln wir wie konnte es nur zur blutigen Schlacht vom Worring kommen und werden auch ein Vergleich zu anderen Schlachten ziehen.
00:00:12: Doch bevor wir beginnen vielen Dank für eure Geduld dass ich wieder eine kleine Sommerpause wie jedes Jahr eingelegt habe.
00:00:19: ihr wisst das ganze mache ich in meiner Freizeit neben Beruf und junger kleiner Familie Damit.
00:00:25: wir kommen zurück zu eine Geschichte der Stadt Köln, ein Podcast über die Geschichte der Städte Kölne.
00:00:29: Die wird zweitausend Jahre alt ist doch bis sie zählen wurde was heute ist hat diese alte statt am Rhein eine bunten und reiche Vergangenheit hinter sich.
00:00:36: sie kann da eine Art Mikrokosmos der europäischen Geschichte sein.
00:00:41: Diesen Podcast könnt ihr der Stadt beim Wachsen zuhören vollem Römern bis hin unsere heutige Zeit.
00:00:48: In der letzten chronologischen Folge haben wir Erzbischof Siegfried von Westerburg kennengelernt, da er zuerst in den Köln wurde.
00:00:56: Dreizehn Jahre später sollte er sich auf dem Schlachtfeld bei Worringen im Norden von Kölnen wiederfinden und Teilnehmer einer der größten Ritterschlachten des deutschen Mittelalters sein.
00:01:08: Und zehntausend Menschen trachen an diesem Tag aufeinander und schlachteten sich gegenseitig ab.
00:01:13: Ihr wisst, ich bin kein großer Freund von Kriegen und finde es komisch Schlachten als groß oder episch zu beschreiben.
00:01:20: Dennoch werden wir in nächsten Folgen um diese Schlacht kreisen wie eine Motto an einer Glühböder bei Nacht.
00:01:25: Denn es gilt zwar weiterhin das Krieg scheiße ist, sorry es muss ich so sagen aber dennoch ist dieses Schlacht von historischen Quellen her sehr gut erschlossen und zeigt uns Dinge auf die Absatz des eigentlichen militärischen Schlachtverlaufes interessant.
00:01:40: Man könnte sogar eine folgeber Mode machen Aber ich weiß nicht, ob das jetzt wirklich sein muss.
00:01:45: Doch heute will ich etwas anderes machen!
00:01:48: Seit dem deutschen Thronstreit um das Jahr twelvehundert habe ich es eigentlich vermieden jedes Mal die Stadt Köln in den gesamten historischen Kontext zu setzen, aus wohlbekannten Gründen.
00:01:57: Ich hatte die Befürchtung ist wieder viel zu kompliziert und komplex für ein Podcast-Format wie meines darzustellen.
00:02:03: was du wirst denn mit dem Credo können auch Stadtgeschichte als Mikrocosmos der europäischen Geschichte darzustelle gehe ich ja mit diesem Podcast quasi hausieren.
00:02:12: Köln ist keine Insel im tiefen Weiten Meer, sondern stets eingebettet in die regionalen und großen Herrschaftsräume ihrer Zeit.
00:02:20: Sei es das Römische Reich, das Reich von Kalimgroßen, das Ostfränkische Reich oder eben das, was daraus entstanden ist des Heilige Röhmische Reich.
00:02:28: Und mit diesem heiligen römischen Reich stand es so gar nicht gut drum in dieser Zeit um Woringe herum.
00:02:35: Daher schön dass ihr wieder eingeschallt habt.
00:02:38: in der letzten Folge In der chronologischen Folge haben wir uns ja, wie gesagt intensiv mit Siegfried von Westerburg beschäftigt.
00:02:44: Diesem Machthochregen und taktisch brillanten Kölner Erzbischof bedenkt bitte das Andersatz heute – oft diese Bischöfe nachgeborene Söhne aus dem Hochadel waren und diese Ämter bekleideten in der Hoffnung auch politisch noch priorieren zu können weil, wie ich sage als Nachgeborenen erben sie an nichts gegenüber dem erst geborenen
00:03:02: Bruder.".
00:03:03: Wir haben gesehen, wie Siegfried mit einem gewagten Ritt nach Lyon in Frankreich seine Karriere rettete als er anfangs bei der Wahl zum Erzbischof von Köln innerhalb des Dunkapitels kläglich versagt hat.
00:03:14: Er hatte ja nur eine einzige Stimme bekommen.
00:03:17: aber heute will ich eben mal mit euch einen ordentlichen Zoom-Out machen.
00:03:21: nochmal auf die Reisebene schauen.
00:03:23: wir schauen es nicht nur das Rheinland an sondern das gesamte deutsche Reich im Mittelalter in dieser absolut verrückten Zeit vor dem Schlacht vom Wochenende Denn hier schlagen sich vor allem die regionalen Herrscher im Nordwesten des Reiches die Köppe ein.
00:03:35: Daher die Frage, die man sich berechtigterweise stellen könnte – wo war hier die Zentralmacht?
00:03:41: Der Kaiser der das hätte verhindern müssen als Hüter des Friedens im Reich!
00:03:46: Die Frage ob ein Kaiser diese Auseinandersetzung hätte verhindern können ist natürlich nochmal eine komplizierte Frage, den nicht so leicht einfach beantwortbar ist.
00:03:55: aber gehen wir mal davon aus einen Kaiser sowie Barbarossa oder Friedrich II.
00:04:00: hätte es verhindern können, dann müssen wir konstatieren... Es gab schlichtweg kein Kaiser in der Zeit!
00:04:06: Nicht nur für eine Woche, nicht nur für ein Jahr sondern Jahre lang nicht.
00:04:11: So war's dazugekommen.
00:04:12: Friedrich
00:04:13: III.,
00:04:13: der Kaiser stirbt, zwölfhundfünfzig und plötzlich war nichts mehr wie es war.
00:04:19: Ein ganzes bisher bewährtes System bricht zusammen – es ist wie man eines sagen wird eine darauf folgende kaiserlose zeit ab dem jahr zwölfhundfünfzig oder mit dem schönen lateinisch klingen wort interregnum.
00:04:32: es sollte bis zwölfe dreien siebzig andauern offiziell aber die auswirkung davon hatten schockwellen bis weit über diese zeit hinaus eben auch bis nach zwölv acht und achtzig hinein.
00:04:43: wer hatte also das sagen reicht zu dieser zeit?
00:04:46: nicht wenige schickten sich an von nun an das reich führen zu wollen als ist nichts so dass es kein keine Leute gäbe, die nicht Kaiser werden wollen.
00:04:54: Denn wahlen zum König gab es durchaus aber keiner der gewählten Könige konnte sich reißweit durchsitzen.
00:05:01: Das alles schauen wir uns in dieser Folge an im Verknüpfung mit der Entwicklung Kölns zu jeder Zeit direkt nach dem Intro!
00:05:28: Ja, der Podcast ist zu achtzig Prozent ein chronologischer Podcast.
00:05:32: Wer wisst mit Schnipselfolgen locker riecht gern das Programm auf.
00:05:35: Deshalb bin ich froh wenn euch auch solche Sachen zusagen und die Statistiken eure E-Mails euren Nachrichten oder Bewertungen in eure Kommentare zeigen dass ihr sowas sehr schätzt.
00:05:44: Solche Zeitzeichenfolgen die auch in der Produktion echt aufwendiger sind als eine chronologische Folge.
00:05:49: es hat nichts mit den Zeitzeugen an sich zu tun aber wenn zwei Menschen was machen müssen Gegensatz zu einer Person wie bei einer kolologischen Folge, also ich.
00:05:57: Dann ist der Auffahrt natürlich sehr viel größer.
00:05:59: Deshalb noch mal vielen lieben Dank.
00:06:01: den Hinweis zum Kölner Podcast Tag habt ihr erhalten.
00:06:04: da mache jetzt nicht nochmal extra Werbung.
00:06:06: hört euch einfach sonst die podcastfolge vor dieser folge an für alle weiteren Infos.
00:06:12: Und ich weiß, man soll nicht so viele Call to Actions in der Podcastfrage am Anfang einbauen.
00:06:16: Aber ist mir doch egal!
00:06:17: Ich habe meine Homepage komplett überarbeiten lassen vom Lieben Dennis Jansen.
00:06:21: Der hat die Seite komplett neu aufgebaut.
00:06:23: Man kann jetzt viel besser den bestehenden Podcast-Katalog untersuchen und durchsuchen nach historischen Persönlichkeiten, nach Gästen.
00:06:29: Sonst macht sie seites Aufgeräumter moderner Frischer.
00:06:32: Schaut's ihr euch doch bitte gerne mal an.
00:06:34: Ihr findet den Link dazu in den Show Notes oder unter geschichtepunktköln mit DOE geschrieben.
00:06:41: Zurück zum Tod von früh durch dem zweiten im Jahre twelfhundfünfzig.
00:06:44: über das Jahr zwölfhünftig müssen wir sprechen und ich hoffe, Ich kann die Aufnahme gut machen denn mein Windows Word spinnt etwas mit meinen Notizen meinem Skippt.
00:06:54: So der dreizinte Dezember.
00:06:56: Zwölfundfünftig ist nämlich der Tag an dem eben Kaiser Friedrich II starb Und man kann wirklich sagen mit dem Staufer Herrscher stirbt für Deutschland gesehen als mittlerheitliche Deutschland gesehen gesamte Epoche.
00:07:09: Die Geschichtswissenschaft ist oft der Ansicht, dass hier das deutsche Spätmittelalter beginnt.
00:07:14: Klar man kann über solche Grenzen streiten oder sind Epochen überhaupt sinnvoll?
00:07:19: aber das war das erste was ich im Geschichtsstudium damals gelernt habe an der Uni Bonn.
00:07:24: Das hier eine neue Epoche beginnt, das kann man an einigen Argumenten gut festhalten, dass es ja einen richtiger Einschnitt stattfindet.
00:07:34: Friedrich II war der letzte Staufer aus dieser Dynastie, der das Reich als ganzes und vollumfänglichen Herrscher noch wirklich verkörpern konnte.
00:07:43: Vor allem in den Kategorien Heilig- und Römisch in den Augen der Zeit genossen – was danach kam?
00:07:48: Das sogenannte Interregnung!
00:07:50: Eine kaiserlose Zeit….
00:07:52: Das Ganze war eine echte Tragödie für die letzten männlichen Stauffer, die noch übrig waren nach Friedrichs Tod.
00:07:57: Denn Friedrich's einziger legitimer Sohn Konrad
00:08:00: IV.,
00:08:01: wurde zwar schon zwölf und sieben Dreißig als zur Lebzeiten seines Vaters zum König gewählt, aber nach dem Verlust der Reichsstadt Boppert zwölfe und einen Fünfzig hatte er im Norden des Reiches also nördlich der Alpen eigentlich gar nichts mehr zu melden.
00:08:14: Er floh noch durch Italien um das dortige Storfische Erbe zu retten starb aber schon zwelfundert vierund fünfzig.
00:08:21: Dann wird es für die Storfer richtig düster!
00:08:24: Wir haben Manfred den uneelichen Sohn der sich in Sizilien durchschlagen möchte bis er zwölf und sechzehntzig gegen Carl von Anjou verliert, meine Mann der dem Papst höchstpersönlich gegen die Stauffer eingesetzt hatte.
00:08:37: Und dann der traurige Höhepunkt der allerletzte Männichesstauffer Conradin – der letzte echte Hoffnungsträger!
00:08:45: Im Jahr twelve hundert achtundsechzig gerade erst vorjährig geworden versucht er ebenfalls Süditalien zurückzuerobern und endet wo auf dem Schafott in Neapel.
00:08:58: Das ist das Ende der Staufer, ein Kopfrolls und eine Dynastie erlischt.
00:09:02: Wahnsinn!
00:09:03: Oder?
00:09:04: Was wäre Köln ohne diese Dynasti-der-Staufe?
00:09:07: Keine Erweiterung des Stadtgebiets im zwölften Jahrhundert und vor allem keine Reliquien der Heiligen Dreikönig in der Stadt die uns Serda Barbarossa überlassen hat nach dem Übernahme von Mailand.
00:09:20: Aber was bedeutet das für das Reich im Ganzen?
00:09:23: Wenn die große Familie schweck ist Wer übernimmt dann im Reich?
00:09:28: Hier passiert etwas Fundamentales.
00:09:30: Die Macht verschob sich weg von der Sohnesfolge hin zur dauerhaften Königswahl.
00:09:37: In Frankreich war beispielsweise genau das Umgekehrte passiert, da war es früher so dass die Osten und die Fürsten oder die wichtigen Erzbischöfe des Reiches in König wählten.
00:09:47: aber da war die Entwicklung hin.
00:09:50: Die Sonnesfolge sich durchsetzt, dass der amtierende König immer automatisch seinen Sohn zum Nachfolger bestimmen konnte.
00:09:56: Im Reich passierte genau das Gegenteil.
00:09:59: Früher konnten die Großen des Reiches kaum anders als den Sonneskönigs zu wählen weil die Autorität des Amts in Habers so stark war – das war im zehnten Jahrhundert unter den Autonen so und auch bis weit ins dreizehnte Jahrhundert unter den Staufern.
00:10:13: Aber im zwölften Jahrhunder ruch es immer mehr der Gedanke und den Adingen des Reichess hey!
00:10:19: Wir wollen mitbestimmen.
00:10:21: Die Stauffer hatten zwar versucht, sich als die nahtlose Fortsetzung der vorangegangenen Sahlia zu stilisieren – fast schon eine religiöse Ideologie das ihr Kaiser tun bis zum Ende der Welt bestehen würde bis zum jüngsten Tag aber der Papst in Rom hatte das geschickt torpediert.
00:10:37: Er wollte die Stauffe als Verfolger der Kirche brandmarken um das Wahlrecht der Fürsten im Reich zu stärken – mit langfristigem Erfolg und seine eigene Stellung zu stärken, wie gesagt er war ja im Norden vom Reich bedrängt und in Süditalien war hier auch von stauffischen Besitz bedrängt.
00:10:56: Und jetzt kommen wir in die Zeit, die man das Interregnum nennt – die Zeit ab zwölfhundfünfzig.
00:11:02: Aber wisst ihr was das Spannende ist?
00:11:04: Der Begriff wurde bewusst von damaligen Stauffer-Anhänger erfunden um zu sagen alles was ganz Stauffa isst kein echter König!
00:11:13: Denn es gab schon Männer, die sich anschickten in dieser herrscherlosen Zeit zu herrschen.
00:11:19: Nur eben waren sie keine Staufer – die waren ja ausgestorben!
00:11:22: Und wer spielte in diesem Chaos die Hauptrolle?
00:11:25: Natürlich unter anderem die mächtigen Kölner Erzbischöfe.
00:11:28: Konrad von Hochstaden uns hier im Podcast bereits wohl bekannt, Grundsteinleger des Kölners Domes und so weiter.
00:11:33: und sofort war ein echter Vorkämpfer der Königswahl durch den höchsten Arlingen des Reiches.
00:11:39: Er war es, der XIV und XVI sofort dem Ruf des Papstes folgte.
00:11:43: ein Gegenkönig ging noch am Tierenen vor einem Lebenden für sich den Zweiten zu wählen.
00:11:49: Zuerst Heinrich Raspe und als der Stab sorgte Konrad XIV-XIV höchstpersönlich in einer Versammlung in Worringen – ja genau dort, welch Ironie!
00:11:59: In Worringer sorgt er für die Wahl von Wilhelm von Holland als
00:12:02: Gegenkündig.".
00:12:03: Merkt euch das, Worring war schon Jahrzehnte vor der großen Schlacht dort.
00:12:07: Unter anderem ein Ort für wichtige politische Weichenstellungen sieht man im Ort auch heutzutage irgendwie nicht an.
00:12:13: Das Interregnum war also eine verrückte Zeit und erinnerte mich manchmal an die berüchtigten vier Kaiserjahre in der römischen Geschichte wo das so ähnlich war.
00:12:22: es gab immer wieder Leute sich anschickten Kaiser zu werden aber sie konnten sich nicht durchsetzen beziehungsweise lebten sie auch nicht so lange.
00:12:29: Vier Kaiser auf einmal hatten wir nicht in ihrer Zeit, aber eine Doppelwahl gab es zwölf und sieben Fünfzig.
00:12:34: Die Fürsten konnten sich nicht einigen und wählten zwei auswertige Herrscher zum König – Richard von Cornwall und Alfons der Zehnte von Castilien also einen Engländer bzw Spanier wenn man das jetzt modern denken würde natürlich.
00:12:49: Richard war der Bruder des englischen Königs, Alfons ein Spanian mit staufischer Mutter.
00:12:54: Das Problem?
00:12:56: Sie ließen sich in Deutschland kaum bis gar nicht blicken, konnten also ihre Macht auch hier nie wirklich ausüben oder projizieren.
00:13:03: Alfons kam sogar überhaupt nie hierher!
00:13:06: Stört euch erst mal vor.
00:13:07: ihr habt einen König der hunderte Kilometer weit wegsitzt und noch nie hier war oder nie herkommen würde.
00:13:12: Wer es sich noch erinnert weiß dass es in jener Zeit essentiell für ein Herrscher ist bestmöglich ständig hohelos im eigenen Reich herum zu reisen um die eigene Macht auszuüben.
00:13:23: Denn anders als in der Vormoderne gibt es ja keine Bürokratie, kein Beamtenapparat und keine Institutionen wie heutzutage.
00:13:31: Das ist der Moment, indem die lokalen Fürsten natürlich auch im Rheinland, Stadtköln, jülich Bergbarband anfangen ihr eigenes Ding zu machen.
00:13:41: sie widtern regelrecht Morgenluft bei ihren politischen Ambitionen durch das entstandene Machtwake um im Reich.
00:13:57: Wer aufgepasst hat, weiß – das haben wir auch schon angemerkt.
00:13:59: Das Interregnum endet doch schon vor der blutigen Schlacht von Worringer im Jahr zuvielfünfund achtundachzig.
00:14:05: Ja aber die Auswirkungen, die das Interregnung verursacht hat waren nicht mehr gänzlich rückgängig zu machen.
00:14:12: Egal wer da jetzt nachfolgte und es folgte jemanden nach.
00:14:15: Im Jahre zwölfer dreiundsiebzig kam Medruder von Habsburg wieder etwas Ordnung rein nach fast einem Vierteljahrhundert womit das Interregnum offiziell eigentlich endete.
00:14:27: Aber auch der erste Habsburger auf dem Thron hat es nicht leicht.
00:14:30: Die Fürsten hatten ihn gewählt, weil sie dachten, ach er ist nicht zu mächtig den können wir kontrollieren.
00:14:37: aber Rudolf war schlau!
00:14:39: Er wollte das Reich zu einem Erbreich seiner Familie machen.
00:14:43: und wer da immer wieder quer geschossen?
00:14:45: Genau die Kölner vor allem der Kölnärzbeschurf.
00:14:48: Siegret von Westerburg weigerte sich zwölfund siebenachzig und zwölft neunzig standhaft Rudolfs Sohn zum Nachfolger zu wählen.
00:14:57: Das ist der Grund, warum Rudolf der Erste nie zum Kaiser gekrönt wurde.
00:15:01: er kam einfach nicht nach oben weil die Nachfolge zu Hause nicht gesichert war.
00:15:05: du kannst nicht einfach murtelang von Zuhause weggehen wenn Du Angst hast dass jemand Dein Platz einnehmen möchte.
00:15:12: und da Rudolf Da schlägt Die Stunde von Siegfried vom Westerburg als echtem Königsmacher.
00:15:18: er pusht sein eigen Schwager Adolf von Nassau.
00:15:24: Er war der Kopf einer Koalition gegen noch nicht ganz so mächtigen Habsburger, wie wir sich spät aus der Geschichte bis weit auch ins zwanzigste Jahrhundert kennen würden.
00:15:32: Aber Adolf von Nassau war am Ende ein Pechvogel.
00:15:36: Das ganze passierte zwar erst nach der Schlacht vom Woring wenn ihr aufgepasst habt zeigt aber wie schwach das Amt des Königs beziehungsweise Kaisers geworden war.
00:15:45: Adolf van Nassow versuchte als König sich mit dem Erzbischof am Mainz anzulegen weil er versuchten ihm Territorien in Maisnotüringen wegzunehmen.
00:15:54: Das Ende vom Lied, die Kurfürsten erklärten ihn für untauglich und unnütz und setzten ihn zwölfhundert-neunzig
00:16:02: ab.".
00:16:02: Das, liebe Leute waren echtes Novum!
00:16:04: Er war der erste abgesetzte Herrscher des Reiches, den man nicht als geistig-unzurichtungsfähig erklärt hat sondern man sagte einfach, er kann es nicht, er ist inkompetent.
00:16:14: Er war gesund körperlich geistisch ja aber er war einfach nicht kompetent genug.
00:16:20: das mehr wie gesagt ist ein Nofo.
00:16:22: Es folgte eine blutige Schlacht bei Gölheim, noch im gleichen Jahr zuviel'iteinundneunzig weil das Namen Adolf von Nassau natürlich nicht hin.
00:16:31: Aber die verlor er gegen Albrecht vom Habsburg und verlore nicht nur seine Schlacht sondern er verlor auch sein eigenes Leben.
00:16:39: Und ja wir sind alle so von Hollywood und Fantasy Mittelalter sehren geprägt.
00:16:44: aber nochmal dass ein König in einer Schlacht stürzt eigentlich ziemlich selten jedenfalls in der Geschichte des deutschen Mittelalters.
00:16:51: Ihr seht also Wenn euch das alles mal wieder verwirrt hat wie beim deutschen Thronstreit, einfach die Zusammenfassung.
00:16:57: In der direkten Zeit vorwährend und nach der Schlacht von Boreen war der Thron des Reiches ein Schleudersitz.
00:17:03: Keinem König gelang es seinen Sohn unmittelbar Nachfolgen zu lassen bis weit ins viertzend Jahrhundert hinein als die goldene Bulle von Dreizehn Sechsen Fünfzig Das Ganze endlich regelte.
00:17:13: aber soweit sind wir ja nicht.
00:17:15: Jetzt fragt ihr euch vielleicht schön und gut diese Könige und Päpste Aber Wie sah das Reich eigentlich aus?
00:17:22: Wer lebte da, wenn man damals jemanden gefragt hätte was Tholtonia oder Germania also Deutschland ist?
00:17:28: Hätte er oder sie gesagt das es das Land einer Nordsee dass sich bis zu den Alpen streckt.
00:17:33: Ein Dominikanermensch beschrieb es dazu von Utrecht und Lübeck im Norden bis zum den Alben im Süden.
00:17:40: Das war eine Strecke die ein Menschen etwa vier Wochen zu Fuß durchqueren konnte und von Freiburg im Westen bis Wien im Osten.
00:17:51: Wobar man hier immer vorsichtig sein muss, damit ist ein rein geografischer Begriff gemeint.
00:17:57: Die Vorstellung eines Nationalstaates und dass man ein gemeinsames Volk sei – das kommt erst im Jahrhundert auf!
00:18:04: Und mitten durch dieses Land flossen die großen Ströme, allen Pfarrern der Reihen, die lebensader Kölns damals wie heute, doch auch Städte wie Basel, Straßburg-Krublins, Mainz und Neuss lagen an seinen Ufern.
00:18:16: Aber wie viele Menschen waren das eigentlich in diesem Reich?
00:18:19: Europatum, thirteenhundert etwa sechzig bis siebzig Millionen Einwohner.
00:18:24: Auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands allein waren es von eins acht Millionen Menschen im Jahr zwölfhundert nun satte vierzehn Millionen um treizendhundert die hier lebt.
00:18:33: klar mit den achtzig Millionen die heutzutage in Deutschland nehmen ist das nichts.
00:18:37: aber diese Zeitspanne nur hundert Jahre dieses Wachstums war ein gewaltiges Wachs An Bevölkerung, dass wir erst Ende des neunzen Jahrhunderts und dem zwanzigsten Jahrhundert wieder haben würden.
00:18:48: Dass die Bevölkerung sich quasi ja fast verdoppelt oder noch mehr Aber im Vergleich zu heute waren die Städte in Europa winzig.
00:18:56: Paris war mit Achtzigtausend Einwohnern Die absolute Mega City in Westeuropa.
00:19:02: Städten wie Siegburg heutzutage sind viel größer.
00:19:06: aber wisst ihr wer im heutigen Deutschland die Nummer eins war?
00:19:09: Ihr wisst es natürlich bereits als Hörer dieses Podcast Es ist Köln.
00:19:14: Mit fast vierzigtausend Einwohnern war Kölne die größte Stadt im heutigen deutschen Sprachraum.
00:19:19: Zum Vergleich, Frankfurt oder Augsburg hatten damals nicht mal zehntausend Einwonner.
00:19:24: Kölnen war also verglichen mit diesen Städten ein echtes Schwergewicht einer Metropole, die sich vor flämischen Städtern wie Ghent und Brügge, die damals große reiche Wirtschaftszentren waren, nicht verstecken musste.
00:19:36: Diese Größe Kölns erklärt auch, warum die Stadt so selbstbewusst im dreizehn Jahrhundert gegenüber Erzbischöfen, Kaisern oder auch Päpsten auftrat.
00:19:45: Die Stadt hatte Geld, Privilegien, eine feste Mauer, viele Reliquen von Heiligen und sie hatte vor allem eine große Anzahl einfach vom Menschen.
00:19:54: Gehen wir davon aus dass die Hälfte männlich war.
00:19:57: innerhalb der Stadt könnte – theoretisch Köln zumindest in defensiver Art und Weise, lokal vor Ort, geografisch begrenzt ja mehrere tausend Mann bereitstellen zur Verteidigung der Stadt.
00:20:09: Wenn man bedenkt, dass die Heere des Mittelalters oft nur einige Tausend Mann beinhalteten war Köln damit zu jener Zeit ein echter Player.
00:20:16: wie gesagt bin auch nur regional und vor allem in defensiver Form.
00:20:20: aber wenn du so eine Stadt wie Kölnerngreis mit einer riesigen Stadtmauer und potenziell zehntausend Kämpfern auf den Mauern?
00:20:27: ja das überlegt sich besser nochmal.
00:20:32: Und ja, wie oft hatten auswärtige Herrscher und gar die eigenen Erzbischöfe schon versucht, die Stadt im Sturm militärisch zu erobern.
00:20:39: Sie waren alle kläglich gesteitert und nicht mal irgendwie nah dieses Ziels gekommen!
00:20:46: Aber so bedeuten doch Städte wie Köln waren – das Reich war, wie der Rest Europas nördlich der Alpen hauptsächlich ländlich geprägt.
00:20:54: Neunzig Prozent der Einwohner lebten auf dem Land, auf den kleinen Weilern und Dörfern.
00:20:59: Doch auch da war eine enorme Bewegung ausgehenden Spätmetall zu beobachten, sorry.
00:21:05: Die deutige gesamte Gesellschaft war im Umbruch.
00:21:08: Am deutlichsten sieht man dies in bedeutendem Wirtschaftszweig jener Ära oder auch bis zur Industrialisierung hin, nämlich der Landwirtschaft.
00:21:16: Seit dem elften Jahrhundert gab es einen deutlichen Ausschwung, den wir hier hin und wieder am Rand im Podcast erwähnt haben.
00:21:23: Neue Anbautechniken wie die Dreifelder-Wirtschaft führten zu mehr Getreide und höheren Preisen dazu eine verbesserte Technik und vor allem auch die Emanzipierung der Bauern generell.
00:21:34: Das veränderte das Leben der Baueren und der Menschen auf dem Land generell grundlegend.
00:21:39: Besonders im Frühmittelalter hatte es das sogenannte Frohlhofsystem gegeben, das müsst ihr euch so vorstellen.
00:21:47: Grund her hatte seinen Hof und die Bauern waren quasi seine Leib eigenen oder was heißt quasi sie waren seine Leibeignen, die dort bei ihm am mehreren Tagen oder gar Wochen in Jahr schuften mussten für umsonst.
00:21:59: Der Herr schuldte ihn nichts und gleichzeitig konnten die Bauern an diesen Tagen, wo sie für ihren Herrn arbeiten mussten nicht ihre eigenen Felder bestellen.
00:22:09: Aber im dreizehn Jahrhundert hatte sich das grundlegend aufgelöst.
00:22:13: Die Adligen zogen sich in ihre schicken Bogen zurück und waren gar nicht mehr direkt vor Ort in den Dörfern bei den Bauern.
00:22:19: Die Bauern wurden unabhängiger einfach schon durch die biografische Distanz und wenn der Grund her nicht mal vor Ort ist kann man auch nicht zu ihm hin und beim Arbeiten.
00:22:29: Stattaterfrohendienste zahlten die höherem Bauern jetzt Abgaben oft in Form von Naturarien oder Geld an ihren Grundjahren.
00:22:35: Was sie dann da auf ihren Feldern machten, das war ihnen überlassen und diese Zahlungen konnten noch ausgehandelt werden vor allem wenn man sich als Bauern vor Ort gemeinsam zusammentat für eine Art Gewerkschaft auftrat also nicht als Gewerksamkeit gab aber nehmt man sich zusammen tat.
00:22:52: plötzlich gab es also nicht nur in Städten sondern auch auf dem Land so etwas wie eine politische Gemeinde mit ersten Ansätzen von Selbstverwaltung.
00:22:59: Nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land.
00:23:03: Dann ist da noch der Ritterstand.
00:23:05: Ritter!
00:23:05: Das ist ja das Bild, dass wir alle im Kopf haben... ...mit den Mittelalter glänzende Rüstungen, Ehre, Kampf.... Aber die Realität war viel komplexer.
00:23:14: Im Hochmittelalter war ein Ritter eigentlich jeder Krieger.
00:23:18: Egal ob adlich oder nicht.
00:23:20: Sogar Friedrich Barbarossa nannte sich stolz einen Ritter.
00:23:23: Aber besonders wichtig waren die Ministerialen, die wir auch in Köln aufangetroffen haben aus denen die vermögend und mächtige Schicht der Patrizia wurde neben den Fernhändlern.
00:23:33: Was war denn nochmal Ministeriale?
00:23:34: Hier als kleine Auffrischung!
00:23:37: Diese Leute waren ursprünglich unfreihe und waren Diener des Königs oder wie im Falle von Kölner, Dieners Erzbischofs.
00:23:45: Die aber aufgrund ihrer Position der Nähe zum Herrscher hin schnell einen rasanten sozialen Aufstieg hinlegten, sowohl rechtemäßig aber vor allem auch finanziell.
00:23:55: Sie wohnen zu Verwaltungsleuten und Kriegern und emanzipierten sich von ihrem ursprünglichen Herrn.
00:24:00: Erinnert euch beispielsweise an den hier im Podcast besprochenen Kölner Gerhard Unmarze aus dem zwölften Jahrhundert.
00:24:07: er machte es sich extra als ursprünlich freier Bürger.
00:24:09: der war zu einem unfrei Ministerial also gab Freiheiten auf wurde dadurch aber als Zerwalter und Zollmeister des Kölner Erzbischofs so reich, dass er am Ende der große Kreditgabe das Erzbeschuss war und direkt in nächster Nachbarschaft vom Erz beschöpflichen Palastrandom sein eigenes prächtiges Herrenhaus hatte.
00:24:29: Ungefähr dann je da wo heute der Heinzelmännchenbrunnen ist.
00:24:33: Damit auch wenn er rechtlich eigentlich dem Erz-Beschuf unterteilen war drehte sich das Machtgefüge quasi um.
00:24:40: In den Städten wie Köln bilden diese Ministerial, wie bereits erwähnt, gemeinsam mit den reichsten Fernhändlern das Patriziat.
00:24:47: Die Führungsschichte statt die bürgerliche Jemfels.
00:24:50: Nahmen sie anfangs noch neue Mitglieder auf war das am Ende des dreizehn Jahrhundert so gut wie vorbei.
00:24:56: Die Gruppe schloß sich nicht nur gegenüber dem Erzbischof ab und auch über den gewöhnlichen restlichen Einwohner in Kölnen.
00:25:03: Man verteidigte nun den errungenen Stand gegen potenzielle Neue Aufsteiger.
00:25:09: Ähnliches geschah auch auf dem Land.
00:25:11: Dort stiegen die einst unfrei- ministerialen in der niederen Adel auf, auch hier war das Motto Abschottung.
00:25:17: man wollte unter sich bleiben und wehe einer bedrohte dass ob von unten oder eben von oben möchte.
00:25:23: technisch ausgesehen Wenn wir das alles zusammennehmen sehen wir einen Reich das sich im Inneren unserer Zusammensetzung aber auch an der Spitze komplett neuer fand und neu austarierte.
00:25:51: Das alte System, in dem der Kaiser als Oberstar Friedens ja über allem tronte, wie es Friedrich II.
00:25:57: twelvehundertfünfunddreißig im Mainzer Reichsland Frieden noch geträumt hatte – die Vorstellung war zerbrochen, spätestens bei der Schlacht von Wurringen.
00:26:06: Friedrich III.
00:26:07: wollte ein Reich, indem jeder Fürst unter ihm nur eine ausführende Hand des Kaisers war.
00:26:13: Wer ohne Erlaubnis Zölle erhob oder der Münzenschlug sollte wie einen Straßenräuber bestraft werden.
00:26:19: Eine Machtfülle, die Friedrich hierbei erträumte.
00:26:22: Die meistkönige wenn überhaupt erst in der Zeit des Abslotismus im Achtzehnjahrhundert haben würden.
00:26:28: Aber nach zwölfhundfünfzig?
00:26:30: Nee!
00:26:31: Nach dem Tod von Friedrich
00:26:32: II.,
00:26:32: der das hier ertäumt hatte... Ja da war er eine starke Stellung des Königs nicht mehr zu denken.
00:26:38: König Ruder von Habsburg musste nach seiner Wahl zum König mit den Fürsten zusammenarbeiten – ob er das wollte oder nicht und sie auch als Gleichberechtigte betrachten.
00:26:48: Denn ohne diese Fürsten hätte der Habsburger nie die Krone erhalten.
00:26:52: Die Fürsten waren nun dauerhaft Teilhaber der Macht, die Macht an der Spitze implodierte im Reich nicht – nein!
00:27:00: Aber sie verteilte sich schlichtweg auf mehrere Schultern.
00:27:02: das so hatte bis zum Ende des Reiches bleiben und sich dann auch noch verstärken bis dieser Elendoweltherm-Achtzehnjahrhundert fast am Ende des Reiches nach fast tausend Jahren diesen dummen Spruch brachte den alle Leute im Internet immer posten unter solche Videos vom Heiligen Römischen Reich.
00:27:18: Aber das ist halt das Reich im Jahr eighteenhundert gesehen und nicht im Jahre neunhundertfünfzig oder so.
00:27:25: Jetzt, dass wirklich ein heiliges römisches Reich war in den Augen der Zeit genossen!
00:27:29: So jetzt habe ich hier wieder abgeschürfen vom Skript.
00:27:31: wo waren wir?
00:27:33: Die Fürsten die Lokalen und Regionalen bauten ihre eigenen Territorien oft aus in Folge mit harten Methoden.
00:27:41: Regionale Herrscher bautten Burgen wie der Graf von Jülich in der letzten Folge eben bei Worringin um das eigene Stück Land Stück für Stück zu verdichten und zu sichern.
00:27:51: Das war die neue Realität überall im Reich, und sorgte halt auch für Streitpunkte eben etwas was zur Schlacht von Worringen führen sollte.
00:27:58: Kleinteilige Machtpolitik regional Herrscher von Stadt statt nun kaiserlicher Glanz einer Spitze, die alles irgendwie mit sicherer Hand bewegte.
00:28:08: Und genau in dieses Spannungsfeld warum wir überhaupt diese Folge machen gehört die Schlacht vom Worringe im Jahre.
00:28:16: Es war nicht, wie wir später noch genauer beleuchten werden in einer kommenden Folge nur ein Streit um eine Burg oder einen Zoll.
00:28:22: Oder die Bürger Kölnens ging hier an Erzbischof?
00:28:25: Nein es war der Zusammenprall all dieser neuen Kräfte dieser neuen Entwicklung, die wir jetzt hier in dieser Folge besprochen haben.
00:28:32: Eine mächtige Stadt wie Kölne ihre Freiheit wollte!
00:28:35: Ein Erzbeschiff wie Siegfried, der das Machtvarkum ausnutzen wollte eines Spitzes Reiches und mehr Macht zu erlangen der mächtigste Nordwesten des Reiches zu werden, es gab ja keinen Kaiser mehr, der ihn daran hindern konnte.
00:28:47: Und dann gibt's natürlich neue Player die nun endlich ihre Stunde gekommen sahen, die lokalen Fürsten, die ihre eigenen geschlossenen Herrschaftsgebiete aufbauen wollten wie Berg, Brabant, Jülich.
00:28:59: und diese Entwicklung von so lokalem Herrscher, die ihr Gebiet zusammen erobern wollen oder sichern wollen das hat sie auch schon vorher gegeben.
00:29:10: Erinnert euch an Erzbischof Arnold II.
00:29:11: aus dem elften Jahrhundert, der hatte da gegen die Äzonen gekämpft!
00:29:16: Aber eben was jetzt geschah war ein ganz anderes viel größeres Ausmaß als nun die ganze Nordwestecke des heiligen römischen Reiches Mitzichris.
00:29:26: Diese Zeit des Interregnums und die Zeit im Ausgehenden XIII.
00:29:29: Jahrhunderte hatte lange einen schlechten Ruf – ich glaube wir leiden heute noch daran.
00:29:34: in der Geschichtswissenschaft Im Jahrhundert, jener Zeit in der die deutsche Geschichtswissenschaft entstand und sie bis heute auch maßgeblich geprägt hat man diese Zeit auf als Niedergang gesehen.
00:29:45: War man ein starkes Kaiserreich wollte?
00:29:48: Ein Kaiserreich was man sich dann für die Zeit genossen damals ab aus dem Jahrzehnten auch schuf.
00:29:54: Heute ist das Bild wieder differenzierter – vor allem Gnädiger gegenüber dieser Entwicklung des Speldmehl-Alters Denn auch ich habe es irgendwie so dargestellt, dass das jetzt eine Zeit von Chaos und Niedergang wäre.
00:30:04: Aber das ist nicht so!
00:30:04: Es war ein Transformationsprozess, der hier stattfand.
00:30:08: Es gab nur eine Vielfalt neuer Kräfte in Form von Städten und regionalen Herrschern.
00:30:13: Eine breite Beteiligung – und sonst komplett umdrehen möchte, um ins Positive zu drehen?
00:30:19: Manch einer könnte darin den typisch deutschen Weg sehen des Föderalismus, der dieses Land bis heute prägt.
00:30:25: Ob jetzt positiv oder negativ, das müsst ihr entscheiden wie ihr das seht... Viel war also los zwischen, zwölfhundert und fünfzehnhundert.
00:30:34: Vom Tod des letzten großen Stauffers für sich das Zweite über mehrere erfolglose Könige bis hin zur Verteilung der Macht auf regionale Player – alles Gründe oder besser gesagt Hintergründe die eine so große Schlacht im Norden Köln ermöglichte.
00:30:49: Ich hoffe dieser kleine Einblick, dieser Überblick hat euch geholfen die Zeit während vor- und nach der Schlagverworringen besser zu verstehen.
00:30:58: Daher danke dieses Mal an Males, Richard Silvia Beate Jürgen, Elisabeth Beatrix, Antje Christian Nader, Claudia Silvia und Heike für eure Spenden bei PayPal.
00:31:08: Eure Trinkgelder!
00:31:09: Danke auch an alle, die mir auf Steady folgen und meinen Projekt, meinem Podcast langfristig unterstützen.
00:31:14: Sie sind noch echt schön.
00:31:15: ein paar neue Leute zugekommen während meiner Sommerpause in Anführungszeichen.
00:31:19: Deshalb danke an Thomas Stefan Martin Norbert Hendrik Michael Markus Michael Maren Uwe Jörg Tom Alexander Zapp Thomas Christa Lukas Chris Sibylla Axel Claudia Stefanie Thilo Ernst Thomas Nadja Detlef, Heinrich Frank Ali, Dominique Georg Ernst, Judith Byrne, Nora Markus-Michel, Lesia Sascha Hans, Roland Moritz Reiner, Marc Paul Christian Rogieuschi, Claudia Michel Randolph-Liobar, MKL Christa Thorsten, Sabine Katrin und Victoria.
00:31:47: Und wie gesagt ich habe eine neue Homepage-Geschichte von Köln.
00:31:50: Checkt die doch gerne mal aus!
00:31:52: Die sieht echt wunderschön aus und vielleicht entdeckt ihr auch etwas ganz Neues über mich was ihr noch gar nicht kanntet.
00:31:58: Als Literatur dienten wir dieses Mal das Kapitel, Das Deutsche Reich zur Zeit der Schlacht von Warringern.
00:32:03: Von Odilo Engels im Buch Der Name der Freiheit, zwölf und achtundachzig bis neunzehnachtundachtzig was als Sammelband erschien zum damaligen siebenhunderten, siemonjährigen Jubiläum des Schlachts von Wringer.
00:32:15: Ich bin es nicht mehr gewohnt zu langer Podcast-Folgen aufzunehmen.
00:32:18: Ich fahr' zu lange in der Pause glaube ich.
00:32:19: Mein Kopf raucht eurer bestimmt auch.
00:32:22: Deshalb gehören uns Mada Jod.
00:32:24: und hey!
00:32:25: Wenn ihr es einrichten könnt, kommt zum Kölner Podcast-Dag.
00:32:28: Wie gesagt alle Infos findet ihr in der Folge vor dieser Folge.